Rekord-Aufträge in der Wasserkraft gegen schmerzhafte Einschnitte im Metall-Sektor. Bei Andritz prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Das Management muss nun zeigen, wie profitabel diese Mischung langfristig bleibt.
Roadshow als Belastungstest
In der kommenden Woche präsentiert das Management in Genf und Zürich. Institutionelle Anleger fordern dort Antworten zur künftigen Profitabilität. Im Fokus steht dabei ein massiver Berg an Arbeit. Der Auftragsbestand erreichte zuletzt die Rekordmarke von 12,6 Milliarden Euro.
Besonders die Wasserkraft befeuert dieses Wachstum. Großprojekte in Asien und Südamerika füllen die Bücher des Grazer Technologiekonzerns. Parallel dazu steigen die Kapazitäten in der Zellstofftechnik. Die weltweite Nachfrage nach erneuerbaren Energien bleibt ungebrochen hoch.
Radikaler Schnitt bei Schuler
Allerdings belastet die schwache Automobilkonjunktur das Segment Metals Processing. Die deutsche Tochter Schuler reagiert mit harten Einschnitten. Andritz plant laut Berichten für die zweite Jahreshälfte weitere Restrukturierungen. Dazu gehört auch der Abbau von Arbeitsplätzen.
Diese Maßnahmen sollen die Profitabilität des Gesamtkonzerns absichern. Das Ziel ist eine stabile operative Marge trotz der Flaute im Metall-Bereich. Investoren achten bei den Gesprächen in der Schweiz besonders auf Details zur neuen Kostenstruktur.
Kursziel Rekordhoch
An der Börse herrscht derzeit vorsichtiger Optimismus. Die Aktie kletterte seit Jahresbeginn bereits um 22 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 81,10 Euro hält das Papier engen Kontakt zur Spitze.
Eine wichtige Unterstützung findet der Kurs bei der Marke von 80 Euro. Überzeugt die Strategiepräsentation die Profi-Anleger, rückt das bisherige Jahreshoch von 84,70 Euro wieder in Sichtweite.
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