Bei Analog Devices haben mehrere hochrangige Führungskräfte eigene Aktienpakete veräußert. Neben Vorstandschef Vincent Roche nutzten auch weitere Mitglieder der Unternehmensführung das gestiegene Kursniveau für Verkäufe. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von 55 Prozent.
Laut Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC trennte sich CEO Vincent Roche Anfang Oktober von 10.000 Aktien. Der Erlös belief sich auf knapp 3,97 Millionen US-Dollar. Zugleich übte er Optionen über denselben Umfang aus und erwarb neue Anteilsscheine.
Verkäufe nach festen Handelsplänen
Auch aus dem weiteren Führungskreis flossen Anteile in den Markt. Verwaltungsratsmitglied Ray Stata veräußerte in der vergangenen Woche ein Aktienpaket im Gegenwert von rund 1,17 Millionen US-Dollar. Parallel dazu trennten sich Technologiechef Vivek Jain sowie Vertriebschef Katsufumi Nakamura von kleineren Positionen aus ihrem Direktbesitz.
Die Transaktionen basierten auf vorab festgelegten Verkaufsplänen nach der US-Börsenregel 10b5-1. Solche Vereinbarungen legen Ausführungszeitpunkte und Kursgrenzen lange im Voraus fest. Führungskräfte nutzen sie regelmäßig zur Vermögensstreuung oder für steuerliche Zwecke. In der Regel lassen diese automatisierten Abläufe daher keine Rückschlüsse auf die operative Lage zu.
Solide Quartalszahlen stützen die Bewertung
Die jüngsten Transaktionen treffen auf ein operativ stabiles Umfeld. Im abgelaufenen dritten Quartal kletterte der Umsatz des Halbleiterherstellers auf 4,02 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 39,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zudem übertraf der bereinigte Gewinn je Aktie mit 3,45 US-Dollar die durchschnittlichen Markterwartungen.
Für das vierte Quartal stellte die Konzernspitze einen Gewinn je Aktie in einer Spanne von 3,71 bis 4,01 US-Dollar in Aussicht. Das Management knüpft damit an den positiven Trend der Vormonate an. Analysten erwarten hierbei eine anhaltend robuste Dynamik im Kerngeschäft.
Analysten bleiben optimistisch
Am deutschen Markt notiert die Aktie derzeit bei 364,15 Euro. Damit liegt der Kurs rund 6,7 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Trotz dieser jüngsten Konsolidierung bleibt der mittelfristige Trend positiv geprägt.
Unterstützung erhält der Titel weiterhin von Marktbeobachtern. Das Analysehaus Stifel bekräftigte seine Kaufempfehlung und beziffert das Kursziel auf 498 US-Dollar. Auch die Experten von Needham sehen Potenzial für das Papier und stufen die Aktie mit einem Kursziel von 450 US-Dollar zum Kauf ein.
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