ams-OSRAM Aktie: Jefferies traut Dreijahreshoch zu

Symbolbild, KI-generiert

Die ams-OSRAM-Aktie nähert sich dem Jahreshoch, während Jefferies wegen neuer VCSEL-Chancen im KI-Geschäft ein höheres Kursziel nennt.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt zeitweise um knapp neun Prozent
  • Jefferies setzt Kursziel auf 25,50 Franken
  • VCSEL-Technologie für KI-Rechenzentren vermeldet
  • Micro-LED-Einsatz in Meta-Brille erwartet

Die Erholung bei ams-OSRAM hat am Mittwoch noch einmal deutlich an Fahrt gewonnen. Die in Zürich gehandelten Aktien legten um bis zu knapp neun Prozent zu und näherten sich mit rund 23,18 Schweizer Franken dem im Mai markierten Jahreshoch von 23,82 Franken. Ein Sprung darüber würde dem Sensoren- und Halbleiterhersteller die höchste Notierung seit fast drei Jahren bescheren.

Den Auftakt zur Rally hatte bereits der Vortag geliefert: Am Montag hatte das deutsch-österreichische Unternehmen einen technologischen Durchbruch bei Dünnschicht-Oberflächenemittern (VCSELs) für KI-Rechenzentren vermeldet. Am Mittwoch legte nun eine Studie des Analysehauses Jefferies nach.

Jefferies sieht Rückenwind aus dem KI-Geschäft

Jefferies-Analyst Janardan Menon hob sein Kursziel auf 25,50 Schweizer Franken an — ein Niveau, das die Aktie zuletzt vor drei Jahren erreicht hatte. Grundlage der Einschätzung ist ein Gespräch mit einem Fachbereichsleiter von Osram über die Geschäftspotenziale der neuen Emitter-Technologie.

Menon sieht ams-OSRAM gut positioniert, um von mittel- bis langfristigen Chancen bei Chip-zu-Chip-Verbindungen zu profitieren. Die VCSEL-Technik deckt dabei Distanzen bis zu 30 Meter ab, ergänzend zu den Micro-LED-basierten Produkten des Unternehmens, die bis zu sieben Meter überbrücken.

Der Analyst rechnet damit, dass dieses Angebot den steigenden Bedarf von KI-Hyperscalern und Chipanbietern in den kommenden Jahren trifft. Zusätzlich geht er davon aus, dass Micro-LED-Emitter von ams-OSRAM in einer für 2027 geplanten Smart-Brille von Meta zum Einsatz kommen sollen.

Ein Blick auf die längerfristige Kursbahn

So kräftig die aktuelle Bewegung wirkt — auf längere Sicht bleibt das Bild für die Aktie durchwachsen. Vom Rekordniveau aus dem Jahr 2018 war im vergangenen Jahr zwischenzeitlich kaum noch etwas übrig, der Kurs rutschte kurz unter die Marke von 5 Franken. Erst ein erster Erholungsschub trieb die Titel bis Oktober 2025 über 13 Franken, ein zweiter im Mai dieses Jahres bis auf das bisherige Jahreshoch.

Damit steht die aktuelle Bewegung in einer Reihe mit früheren Erholungsphasen, die bislang jedoch nie über das Niveau von November 2023 hinausreichten. Ob die aktuelle Rally diese Marke nun knackt, dürfte sich in den kommenden Handelstagen zeigen — die Distanz zum Jahreshoch beträgt nur noch wenige Prozentpunkte.

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