ams-OSRAM Aktie: Jefferies hebt Kursziel auf 25,50 CHF

Symbolbild, KI-generiert

Neue VCSEL-Arrays für KI-Rechenzentren und höhere Jefferies-Einschätzung prägten den Kursverlauf; am Freitag fiel die Aktie um 4,5 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Jefferies setzt Kursziel auf 25,50 CHF
  • Neue VCSEL-Arrays für KI-Rechenzentren vorgestellt
  • Datenrate von 32 Gbit/s nachgewiesen
  • Aktie seit Jahresbeginn 153 Prozent im Plus

Am Freitag geriet die Aktie von ams-OSRAM unter Druck, nachdem eine dynamische Aufwärtsbewegung zuvor für deutliche Kursgewinne gesorgt hatte. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 21,30 Euro, was einem Tagesminus von 4,5 Prozent entspricht. Medienberichten zufolge nutzten Marktteilnehmer das erreichte Kursniveau vor dem Wochenende für Gewinnmitnahmen, ohne dass neue operative Belastungsfaktoren bekannt wurden.

Dieser Rücksetzer bremste eine Phase spürbarer Zuversicht am Markt. Auslöser für den vorangegangenen Kursschub waren sowohl technologische Neuigkeiten als auch ein optimistischer Kommentar aus dem Analystenlager.

Jefferies hebt Kursziel spürbar an

Am Mittwoch sorgte eine neue Studie des Analysehauses Jefferies für frischen Schwung bei den Papieren des Halbleiterunternehmens. Die Experten erhöhten ihr Kursziel für ams-OSRAM von 21,00 auf 25,50 CHF und bestätigten zugleich ihre Einstufung mit „Buy“. Medienberichten zufolge reagierte der Markt unmittelbar mit spürbaren Kursgewinnen auf die positive Neubewertung.

Als Begründung für die Anhebung nannten die Analysten von Jefferies das Potenzial neuer VCSEL-Lösungen für optische Datenverbindungen. Sie erwarten künftig wichtige Einsatzbereiche bei Anwendungen für künstliche Intelligenz in Rechenzentren. Bereits am 14. September hatte Deutsche Bank Research das Kursziel von 16 auf 19 CHF angehoben und die Einstufung auf „Hold“ beziehungsweise „Neutral“ belassen.

Technologischer Impuls im Bereich optischer Verbindungen

Die positive Resonanz der Analysten knüpft an operative Entwicklungserfolge des Unternehmens an. Vor gut einer Woche stellte ams-OSRAM eine neue Generation von Dünnschicht-microVCSEL-Arrays vor. Die Bauteile im Wellenlängenbereich von 850 Nanometern wurden gezielt für optische Datenverbindungen in KI-Rechenzentren entwickelt. Medienberichten zufolge trieb diese Produktmeldung die Aktie zeitweise um rund 20 Prozent nach oben.

Nach Unternehmensangaben wiesen die Arrays einen fehlerfreien Betrieb bei einer Datenrate von 32 Gbit/s nach. Die Energieeffizienz bezifferte der Konzern auf rund 0,25 pJ/Bit bei einer Zuverlässigkeit von mehr als 2.000 Betriebsstunden. Gemeinsam mit dem Partner BizLink präsentierte ams-OSRAM zudem eine steckerbasierte Multicore-Faserlösung für diese Anwendungen.

Konsolidierung nach starkem Jahresverlauf

Trotz der jüngsten Abgaben fällt die längerfristige Zwischenbilanz an der Börse weiterhin positiv aus. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie von ams-OSRAM einen Wertzuwachs von 153 Prozent.

Die Kursverluste zum Wochenausklang verdeutlichen jedoch die Anfälligkeit für kurzfristige Schwankungen nach vorangegangenen Rallys. Für Anleger kommt es in den nächsten Monaten darauf an, ob der technologische Vorstoß im KI-Umfeld in tragfähige Aufträge und nachhaltige Erträge mündet.

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