ams-OSRAM-Aktie: Analyst erwartet höhere Verluste!

Die Analysten von Alphavalue erwarten nun für ams-OSRAM höhere Verluste in 2025 und sehen auch 2026 nicht mehr in der Gewinnzone.

Auf einen Blick:
  • Analysten senken Gewinnprognosen für 2025 und 2026
  • Strategischer Fokus auf KI-Datenzentren mit microLED
  • Liquidität durch Verkauf der ENI-Sparte gestärkt
  • Ratingagentur Moody's hebt Ausblick auf positiv

Die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr in die Gewinnzone erhält einen herben Dämpfer. Während AMS-OSRAM seine technologische Zukunft in KI-Rechenzentren sucht, korrigieren Analysten ihre Erwartungen für die kommenden Jahre drastisch nach unten. Besonders das Jahr 2026 rückt dabei in ein völlig neues Licht.

Das Analysehaus Alphavalue hat zum Start in den April die Prognosen für den Gewinn je Aktie deutlich revidiert. Die Experten erwarten nun für das Geschäftsjahr 2025 einen höheren Verlust von 1,30 Euro statt der bisherigen 1,00 Euro. Besonders schmerzhaft trifft Anleger jedoch die Einschätzung für das Folgejahr: Hier wurde die Erwartung von einem Gewinn in Höhe von 0,44 Euro in einen Verlust von 0,51 Euro gedreht.

Wettlauf um die KI-Infrastruktur

Strategisch setzt das Unternehmen weiterhin auf die Karte microLED. Die Entwicklung ultra-effizienter Arrays zielt direkt auf den boomenden Markt für KI-Datenzentren ab. Hier wächst der Bedarf an optischen Komponenten zur schnellen Datenübertragung massiv. Allerdings ist das Umfeld kein Selbstläufer. Große Technologiekonzerne investieren parallel Milliarden in die Silizium-Photonik, was den Wettbewerbsdruck auf ams-OSRAM hochhält.

Die aktuellen Kennzahlen der Analysten-Revision im Überblick:

  • Prognose 2025 (BNPA): Senkung von -1,00 Euro auf -1,30 Euro
  • Prognose 2026 (BNPA): Senkung von +0,44 Euro auf -0,51 Euro

Lichtblicke bei der Liquidität

Trotz der schwachen Ergebnisschätzungen gibt es Signale der Stabilisierung auf der Bilanzseite. Der Verkauf der ENI-Sparte an Ushio spülte zuletzt 114 Millionen Euro in die Kassen und stärkt die Liquidität. Auch die Ratingagentur Moody’s reagierte bereits im März und hob den Ausblick von „stabil“ auf „positiv“ an. Dies deutet darauf hin, dass die finanzielle Konsolidierung trotz des operativen Gegenwinds Fortschritte macht.

Investoren richten ihren Blick in den kommenden Wochen verstärkt auf die Marktresonanz der neuen Produktlösungen für Rechenzentren. Ob die technologische Neuausrichtung ausreicht, um die revidierten Prognosen von Alphavalue zu kontern, hängt maßgeblich von ersten konkreten Aufträgen im Bereich der optischen Datenübertragung ab.

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