Amgen hat heute den Kauf von Dark Blue Therapeutics angekündigt und damit seine Onkologie-Pipeline um einen frühen, aber neuartigen Ansatz erweitert. Das britische Biotech-Unternehmen arbeitet an sogenannten Protein-Degradern für die Krebstherapie. Der Kaufpreis beträgt bis zu 840 Millionen Dollar; zur genauen Zahlungsstruktur machte Amgen keine weiteren Angaben.
Im Mittelpunkt der Übernahme steht ein präklinischer Wirkstoffkandidat, der bei bestimmten Formen der akuten myeloischen Leukämie (AML) eingesetzt werden könnte. Der Ansatz zielt darauf ab, die Proteine MLLT1 und MLLT3 abzubauen, die bei dieser aggressiven Blutkrebserkrankung als treibende Faktoren gelten.
Hoffnungsträger gegen schwer behandelbare AML-Varianten
Amgen verweist auf präklinische Daten aus Leukämie-Modellen, die eine vielversprechende Anti-Tumor-Aktivität zeigen sollen. Weil sich der Wirkmechanismus von etablierten Therapien unterscheidet, sehen die Amerikaner potenziellen Spielraum für eine Anwendung als Monotherapie oder in Kombination. Im Fokus steht dabei auch die Frage, ob sich Resistenzen besser überwinden und Remissionen länger stabilisieren lassen.
Forschungsvorstand Jay Bradner betonte den medizinischen Bedarf: „Akute myeloische Leukämie bleibt eine der am schwierigsten zu behandelnden Krebsarten, und wir sehen einen dringenden Bedarf für neue Mechanismen.“
Integration in Amgens Forschungsorganisation
Dark Blue Therapeutics soll in Amgens bestehende Forschungsstruktur integriert werden. Der Kandidat befindet sich noch vor dem Start klinischer Studien, ein Einsatz am Menschen steht also erst bevor. Amgen setzt damit seine Strategie fort, frühzeitig in neue Wirkprinzipien und Zielstrukturen zu investieren und die eigene Entwicklungskraft in der Krebsbiologie für die Weiterentwicklung bis zur klinischen Prüfung zu nutzen.
Für Anleger bleibt entscheidend, wie schnell der Kandidat in die Klinik überführt werden kann – und ob sich die präklinischen Signale in Studien bestätigen. Die Übernahme unterstreicht zugleich Amgens Bereitschaft, die Pipeline über Zukäufe in Bereichen mit hohem medizinischem Bedarf zu verbreitern.
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