Amgen-Aktie: Analysten-Upgrade nach Rekordquartal

Der Pharmariese Amgen übertrifft mit Rekordzahlen die Erwartungen und erhält Analysten-Upgrades. Die Pipeline mit Uplizna und MariTide sorgt für zusätzlichen Optimismus.

Auf einen Blick:
  • Umsatz und Gewinn deutlich über Analystenerwartungen
  • Zwei Investmentbanken erhöhen Kursziele deutlich
  • Vier Blockbuster-Medikamente treiben das Wachstum an
  • Pipeline-Projekte in Adipositas und Autoimmunität im Fokus

Der US-Pharmariese Amgen hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen deutlich übertroffen und gleich zwei namhafte Investmentbanken zu Kurszielanhebungen veranlasst. Die Aktie notiert bei 341,77 Dollar und damit in Reichweite ihres 52-Wochen-Hochs von 353,25 Dollar.

Im vierten Quartal 2025 kletterten die Erlöse um 9 Prozent auf 9,87 Milliarden Dollar – Analysten hatten lediglich 9,47 Milliarden erwartet. Beim Gewinn je Aktie übertraf das Unternehmen mit 5,29 Dollar die Prognose von 4,73 Dollar noch deutlicher. Unter dem Strich verdoppelte sich der Nettogewinn auf 1,3 Milliarden Dollar.

Blockbuster-Portfolio überzeugt

Vier Medikamente stachen besonders hervor: Prolia erzielte 1.054 Millionen Dollar (Konsens: 977 Millionen), Repatha kam auf 870 Millionen (812 Millionen), Evenity auf 599 Millionen (552 Millionen) und Uplizna überraschte mit 233 Millionen Dollar bei erwarteten 169 Millionen. Insgesamt verzeichneten 14 Blockbuster-Medikamente aus dem Portfolio volumengetriebenes Wachstum.

Für das laufende Jahr 2026 peilt Amgen Umsätze zwischen 37,0 und 38,4 Milliarden Dollar an – nach 36,8 Milliarden in 2025. Beim bereinigten Gewinn je Aktie sollen 21,60 bis 23,00 Dollar herauskommen, verglichen mit 21,84 Dollar im Vorjahr. Beide Prognosen liegen über den bisherigen Analystenschätzungen von 37,1 Milliarden Dollar beim Umsatz und 22,08 Dollar beim Gewinn je Aktie.

Pipeline mit Potenzial

RBC Capital hob das Kursziel von 335 auf 360 Dollar an und bestätigte das „Outperform“-Rating. TD Cowen ging noch einen Schritt weiter und schraubte das Ziel von 389 auf 420 Dollar hoch bei unverändertem „Buy“-Rating. Beide Institute verwiesen auf die diversifizierte Geschäftsbasis und die starke Umsetzungskompetenz des Konzerns.

Besonders die Pipeline stößt auf Interesse: Für das Autoimmunmittel Uplizna starteten zwei zusätzliche Zulassungsstudien bei CIDP und Autoimmunhepatitis. Die CD40-Studie bei Sjögren-Syndrom ist vollständig rekrutiert. Für Tezspire sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 Studienergebnisse bei COPD und eosinophiler Ösophagitis vorliegen. Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt MariTide, dem Hoffnungsträger im umkämpften Adipositas-Markt – hier warten Investoren auf weitere Daten zur Wettbewerbsposition.

InvestingPro bewertet die finanzielle Gesundheit von Amgen mit „großartig“ und einem Score von 3,07. Das Unternehmen zahlt seit 16 Jahren ununterbrochen Dividende, aktuell bei einer Rendite von 2,98 Prozent. Für Aktienrückkäufe sind bis zu drei Milliarden Dollar eingeplant.

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