Die Analystengemeinde blickt mit vorsichtigem Optimismus auf den Biotech-Riesen Amgen. Während das Unternehmen in einem hart umkämpften Markt agiert, sehen viele Experten trotz aktueller Herausforderungen weiteres Kurspotenzial. Doch welche Faktoren treiben diese Einschätzung an, und wo liegen die Risiken?
Gemischte Signale von der Wall Street
Das aktuelle Konsensrating für Amgen liegt bei „Moderate Buy“. Diese Einschätzung stützt sich auf die Bewertungen von 22 Research-Häusern. Die Verteilung ist dabei durchaus gemischt: Ein Analyst rät zum Verkauf, neun sehen die Aktie als „Hold“, während zwölf eine Kaufempfehlung aussprechen, darunter zwei „Strong Buy“-Einstufungen. Der durchschnittliche Kursziel für die kommenden zwölf Monate beläuft sich auf 339,45 US-Dollar und liegt damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Diese Bandbreite an Meinungen spiegelt die komplexe Lage des Unternehmens wider.
Amgen Inc. Aktie Chart
Spannende Bewertung und strategische Weichenstellungen
Einige fundamentale Kennzahlen deuten auf eine interessante Bewertungssituation hin. Mit einem KGV von 25,37 liegt Amgen über dem Branchendurchschnitt der Biotechnologie (20,67), aber deutlich unter dem Wert einer ausgewählten Peer-Group (57,16). Ein proprietäres „Fair Ratio“-Modell kommt auf ein angemessenes KGV von 27,23, was die Aktie leicht unterbewertet erscheinen lässt. Eine DCF-Analyse geht sogar von einem inneren Wert von rund 636 US-Dollar aus – ein Hinweis auf das langfristige Potenzial, das Analysten dem Geschäftsmodell zutrauen.
Strategisch setzt Amgen weiter auf Wachstum durch Akquisitionen und eigene Pipeline. Erst Anfang Januar 2026 kündigte das Unternehmen den Zukauf von Dark Blue Therapeutics Ltd. für bis zu 840 Millionen US-Dollar an. Diese Übernahme soll die Onkologie-Pipeline mit einem vielversprechenden Wirkstoff gegen bestimmte Formen der akuten myeloischen Leukämie (AML) stärken.
Die große Wette: MariTide und die Zukunft
Ein zentraler Preistreiber der vergangenen Monate war und bleibt das Anti-Adipositas-Medikament MariTide (AMG 133). Die Hoffnungen auf diesen Blockbuster-Kandidaten trieben die Aktie Ende 2025 auf ein Allzeithoch von 346 US-Dollar. Seither hat sich die Aufregung etwas gelegt, und die Aktie hat einen Teil der Gewinne wieder abgegeben – ein typisches Muster in der volatilen Pharmabranche bei hochspekulativen Pipeline-Assets. Für das laufende Quartal erwarten Analysten einen Gewinnrückgang von 11,1% bei einem leichten Umsatzplus. Für das Gesamtjahr 2026 wird dagegen wieder ein Gewinnwachstum von über 7% prognostiziert.
Die nächsten Quartalszahlen werden ein wichtiger Indikator dafür sein, wie sich das Geschäft jenseits der MariTide-Spekulationen entwickelt und ob die strategischen Investitionen Früchte tragen.
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