Montagmorgen im US-Handel, plus 57 Prozent. Wer das Kürzel GBTG auf dem Schirm hatte, rieb sich die Augen. Global Business Travel Group, die aus American Express herausgelöste Geschäftsreiseplattform, wird übernommen. Der Käufer: Long Lake Management. Ein Name, den in der Finanzwelt bis vor wenigen Tagen kaum jemand kannte.
9,50 Dollar, kein Verhandeln
Unter den Bedingungen der Vereinbarung erhalten die Aktionäre 9,50 Dollar je Aktie in bar. Das entspricht einer Prämie von 60,2 Prozent auf den Schlusskurs vom 1. Mai. Der Gesamtwert der Transaktion liegt bei rund 6,3 Milliarden Dollar. Kein Aktientausch, kein Finanzierungsvorbehalt, reines Cash.
Finanziert wird das Ganze durch Eigenkapital von Long Lakes bestehenden Investoren sowie Koch Equity Development. JPMorgan Chase, Bank of America, Citigroup und MUFG haben die Fremdfinanzierung zugesagt. Sauber aufgestellt, das muss man sagen.
Global Business Travel Group Aktie Chart
Wer steckt dahinter?
Long Lake ist ein Startup, hinter dem die Venture-Firma General Catalyst und die Investmentgruppe Alpha Wave stehen. CEO Alex Taubman formulierte das Ziel so: „Die Zukunft des Geschäftsreisens wird durch KI und menschliche Agenten definiert, die nahtlos zusammenarbeiten.“ Long Lake will seine KI-Fähigkeiten mit der bestehenden Infrastruktur von Amex GBT verbinden, automatisiertes Buchen, Echtzeit-Störungsmanagement, vereinfachte Reiseverwaltung.
Klingt nach einem Plan. Ob er aufgeht, ist eine andere Frage.
69 Prozent der Stimmen schon sicher
Aktionäre mit rund 69 Prozent der ausstehenden Aktien haben bereits Stimmrechtsvereinbarungen unterzeichnet. Darunter American Express selbst, Expedia, die Qatar Investment Authority und BlackRock. Das gibt dem Deal einen ziemlich klaren Weg zur Aktionärsgenehmigung, ein Nein ist hier schwer vorstellbar.
Die Markenlizenzvereinbarung mit American Express bleibt nach dem Abschluss in Kraft. Der Name Amex GBT bleibt also erhalten, auch wenn das Unternehmen künftig einem KI-Startup gehört, das vor dieser Woche niemand auf dem Zettel hatte. Der Abschluss ist für die zweite Hälfte 2026 geplant.
60,2 Prozent Prämie für ein Unternehmen, das im Geschäftsreisemarkt seit Jahren kämpft. Long Lake zahlt viel. Ob General Catalyst am Ende recht behält, wird man 2027 wissen.
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