Während New Jersey American Water gerade einen neuen Kundenstamm ins Portfolio holt, kämpfen zwei andere Tochtergesellschaften des Konzerns mit einem ganz anderen Problem: zu wenig Regen. Der Wasserversorger zeigt an diesem Tag beide Seiten seines Geschäfts — Expansion und Klimadruck liegen dicht beieinander.
Übernahme in New Jersey abgeschlossen
New Jersey American Water hat die Übernahme der Gordon’s Corner Water Company vollzogen. Damit kommen rund 15.300 neue Wasseranschlüsse in den Townships Marlboro, Manalapan und Colts Neck im Monmouth County hinzu, zusätzlich wechseln 20 Mitarbeiter zum Konzern. Die New Jersey Board of Public Utilities hatte den Verkauf am 15. Juli 2026 genehmigt, angekündigt worden war die Vereinbarung bereits im Oktober 2025.
Für die kommenden fünf Jahre plant das Unternehmen Investitionen von mehr als 25 Millionen Dollar in das übernommene System. Auf der Liste stehen alte Wasserzähler, Hydranten und Leitungen, dazu die Sanierung eines Wassertanks in Manalapan. Die Coastal Operating Region, in die das System integriert wird, verzeichnet gerade in den touristenstarken Sommermonaten hohe Nachfragespitzen — zusätzliche Kapazität dürfte hier willkommen sein.
Dürre setzt Maryland und Virginia zu
Parallel zur Expansion im Nordosten rufen Maryland American Water und Virginia American Water ihre Kunden zum freiwilligen Wassersparen auf. Auslöser sind Dürre-Warnstufen der zuständigen Umweltbehörden beider Bundesstaaten. In Virginia gilt sogar eine Dürre-Warnung für das gesamte Versorgungsgebiet — die höchste der beiden Stufen, ausgelöst durch nach offiziellen Angaben historische Trockenheit.
Die Appelle richten sich ausschließlich an private Haushalte, Unternehmen und Industriebetriebe bleiben außen vor. Vorgeschlagen werden simple Maßnahmen wie das Gießen in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, der Verzicht auf Zierbrunnen oder der Einsatz wassersparender Armaturen.
Für American Water zeigt sich damit ein Muster, das für regulierte Versorger typisch ist: Wachstum durch Zukäufe auf der einen, wetterbedingte Belastung der Wasserreserven auf der anderen Seite. Beide Entwicklungen laufen unabhängig voneinander, betreffen aber dasselbe operative Netzwerk aus 14 Bundesstaaten mit rund 14 Millionen Kunden.
American Water Works-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue American Water Works-Analyse vom 27. Juli liefert die Antwort:
Die neusten American Water Works-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für American Water Works-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
American Water Works: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
