Ein milliardenschwerer Frequenzdeal im US-Telekomsektor hat Bewegung in die Aktien von Funkmastbetreibern gebracht. Auslöser ist eine Vereinbarung von SpaceX zum Kauf landesweiter 800-MHz-Lizenzen von Grain Management für rund acht Milliarden US-Dollar.
Marktteilnehmer spekulieren darauf, dass der Satellitenbetreiber für den Aufbau eigener Mobilfunkdienste zusätzliche Bodeninfrastruktur anmieten muss. An den europäischen Handelsplätzen legte der Kurs von American Tower heute um 1,0 Prozent auf 164,30 Euro zu. Auf Sicht von sieben Tagen verzeichnet das Papier ein Plus von 14 Prozent.
Spekulationen über zusätzliche Leasingnachfrage
Die Kursgewinne stützen sich auf die Annahme, dass hybride Satelliten- und Mobilfunknetze ohne terrestrische Standorte kaum flächendeckend betrieben werden können. Bislang ist ein terrestrischer Netzausbau seitens SpaceX jedoch nicht bestätigt. Auch in den Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC finden sich derzeit keine Hinweise auf konkrete Leasingverträge mit American Tower oder Wettbewerbern.
Sollte SpaceX tatsächlich eigene Mobilfunkkapazitäten aufbauen, könnte dies zusätzlichen Bedarf an Makrostandorten erzeugen. American Tower verfügt weltweit über ein Portfolio von knapp 149.000 Kommunikationsstandorten. Neben dem klassischen Mastengeschäft verzeichnet der Konzern zudem wachsende Erlöse aus seinem Rechenzentrumsgeschäft.
Analysten heben Ziele an
An der Wall Street stößt die Entwicklung auf Interesse. Barclays stuft American Tower weiterhin mit „Overweight“ ein und hob das Kursziel auf 199 US-Dollar an. Die Analysten von JPMorgan äußerten sich ebenfalls positiv und favorisieren den Konzern gegenüber dem Konkurrenten Crown Castle.
Parallel zu den neuen Wachstumsfantasien sieht sich der Sektor allerdings mit anhaltenden Belastungen konfrontiert: Die Verschuldung und hohe Finanzierungskosten schränken den Spielraum der Infrastrukturbetreiber ein.
Quartalszahlen und Dividende stehen bevor
Für Aktionäre rücken in den kommenden Wochen fundamentale Termine in den Fokus. Am 20. Oktober erfolgt die Ausschüttung der Quartalsdividende von 1,79 US-Dollar je Aktie an die zum Stichtag 30. September eingetragenen Anteilseigner.
Im zweiten Quartal 2026 hob American Tower die Jahresprognose für die bereinigten Mittel aus dem operativen Geschäft (AFFO) auf 11,00 bis 11,17 US-Dollar je Aktie an.
Klarheit über die jüngste operative Entwicklung bringen die Geschäftszahlen für das dritte Quartal, die das Unternehmen am 27. Oktober vor Börsenöffnung in den USA vorlegen will. Nach den jüngsten Kursgewinnen notiert die Aktie mit einem Abschlag von 3,4 Prozent nur noch knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
American Tower-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue American Tower-Analyse vom 12. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten American Tower-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für American Tower-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
