American Express Aktie: Prognose nach oben

Symbolbild, KI-generiert

Höhere Ausgaben der Kartenkunden und ein gestiegener Quartalsgewinn stützen die angehobene Jahresprognose von American Express.

Auf einen Blick:
  • Kartenausgaben steigen um acht Prozent
  • Umsatz erreicht 20,1 Milliarden Dollar
  • Bereinigter Quartalsgewinn je Aktie wächst
  • Jahresziel steigt auf 18,30 bis 18,60 Dollar

American Express hebt die Gewinnprognose für 2026 an. Die wohlhabende Kundschaft gibt weiter Geld aus, für Reisen, Restaurantbesuche und Shopping. Die Zahlen zum dritten Quartal fielen entsprechend solide aus.

Zahlen im Rahmen der Erwartungen

Das Geschäftsvolumen auf allen Karten wuchs um 8 Prozent auf 454 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um 9 Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar zu. Der bereinigte Gewinn stieg auf 4,68 Dollar je Aktie, nach 4,14 Dollar im Vorjahresquartal.

CEO Stephen Squeri sprach von anhaltendem Schwung bei Umsätzen, Neukunden und Kundenbindung. Die Kreditqualität bezeichnete er als ausgezeichnet.

Dazu passt ein Blick auf die Risikovorsorge. Für erwartete Kreditausfälle legte der Konzern im Quartal 1 Milliarde Dollar zurück, ein Jahr zuvor waren es 1,3 Milliarden Dollar. Die Kunden zahlen offenbar zuverlässig.

Höhere Gewinnspanne für 2026

Für das Gesamtjahr erwartet das Management nun einen Gewinn von 18,30 bis 18,60 Dollar je Aktie. Zuvor lag die Spanne bei 17,30 bis 17,90 Dollar. Die Untergrenze steigt damit um eine volle Dollar-Marke.

Im vorbörslichen Handel zeigte sich die Aktie zunächst mit einem Plus von 0,8 Prozent. Zuvor hatte sie den Handel am Vortag bei rund 325 Dollar beendet.

Die Zielgruppe ist der Kern der Strategie. Mit Kunden hoher Bonität und überdurchschnittlichem Einkommen hat sich American Express einen gewissen Schutz gegen konjunkturelle Schwächen aufgebaut. Zugleich investiert der Konzern kräftig in jüngere Kunden, vor allem in die Generation Z und die Millennials. Sie sollen langfristig an die Marke gebunden werden und das Wachstum weltweit stützen.

Einordnung

Aussagekraft für die gesamte Konsumlage haben die Zahlen nur eingeschränkt, denn das Geschäft konzentriert sich auf Premiumkunden. Als Frühindikator für das Ausgabeverhalten der Wohlhabenden taugen sie dennoch. Auch die großen US-Banken hatten zuletzt über robuste Verbraucher und stabile Kreditkennzahlen berichtet.

Am heutigen Nachmittag steht für den Markt der Blick auf die US-Einkaufsmanagerindizes (15:45 Uhr) und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan (16:00 Uhr) an. Beide Daten dürften zeigen, ob die Stimmung der breiten Masse zum Bild der Karteninhaber passt.

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