American Airlines Aktie: FAA bremst bis Oktober 2027

Fehlende Absicherung gegen Kerosinpreise und operative Probleme setzen American Airlines zu. Analysten erwarten massiven Gewinneinbruch.

Auf einen Blick:
  • Kerosinpreise steigen auf 3,38 Dollar
  • Keine Absicherungsgeschäfte gegen Spritkosten
  • Gewitter und FAA-Beschränkungen belasten Betrieb
  • Gewinnprognose sinkt um 95 Prozent

Die Ferienzeit läuft auf Hochtouren. Allerdings trübt sich die Stimmung bei American Airlines merklich ein. Steigende Energiekosten und geopolitische Unruhen im Nahen Osten setzen die Aktie unter Druck.

Teures Kerosin trifft auf fehlende Absicherung

Der wichtigste Kostentreiber ist derzeit Kerosin. Der Argus US Jet Fuel Index kletterte zuletzt auf 3,38 Dollar pro Gallone. Hintergrund ist der Ölpreis-Anstieg: Die Sorte Brent verteuerte sich nach einer Blockade iranischer Schiffe auf über 85 Dollar.

Hier offenbart sich eine strategische Schwachstelle. American Airlines verzichtet im Gegensatz zu vielen Konkurrenten auf Absicherungsgeschäfte gegen steigende Spritpreise. Jede Verteuerung des Treibstoffs um einen Cent belastet das Jahresergebnis schätzungsweise mit 45 Millionen Dollar.

Operative Hürden und regulatorische Bremsen

Zusätzliche Probleme verschärfen die Lage. Schwere Gewitter am wichtigen Drehkreuz Dallas-Fort Worth führten jüngst zu einem zeitweisen Flugstopp. Mehr als 1.400 Verspätungen an einem einzigen Tag waren die Folge.

Hinzu kommen regulatorische Einschränkungen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat die Flugbeschränkungen am Flughafen Chicago O’Hare bis Oktober 2027 verlängert. Das begrenzt das Wachstumspotenzial an einem der kritischsten Knotenpunkte für Inlandsverbindungen.

Düstere Prognosen für das zweite Quartal

Anleger blicken nun mit Skepsis auf die Quartalszahlen im Juli 2026. Analysten rechnen mit einem massiven Gewinneinbruch beim Ergebnis je Aktie auf lediglich 0,05 Dollar. Das entspräche einem Rückgang von fast 95 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz soll zwar auf rund 16,7 Milliarden Dollar klettern. Allerdings drückt eine Milliardenschwere Schuldenlast auf die Bilanz. Zuletzt standen Verbindlichkeiten von fast 35 Milliarden Dollar einer Liquidität von rund 11 Milliarden Dollar gegenüber.

Die Aktie notiert aktuell bei 14,00 Euro und verlor am Dienstag rund zwei Prozent. Damit liegt der Kurs deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 16,34 Euro. Trotz der kurzfristigen Belastungen treibt das Management den Netzausbau voran und kündigte für 2026 neue Verbindungen nach München, Neapel und Kopenhagen an.

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