AMD- und Nvidia-Aktie: Kaum zu erklären!

Die Aktie von AMD bricht nach vordergründig beeindruckenden Quartalszahlen ein, bei KI-Chips stockt es. Nvidia scheint davon zu profitieren, logisch ist das nicht.

Auf einen Blick:
  • Die AMD-Aktie fiel nach Quartalszahlen zeitweilig knapp zweistellig zurück
  • Die Anleger zeigten sich enttäuscht vom Tempo bei der Nachfrage nach KI-Chips
  • Dass Nvidia zulegt, passt da nicht ins Bild – auch der Wettbewerber hängt an KI
  • Zuletzt hatte Microsoft angekündigt, seine Ausgaben in dem Bereich zu deckeln

Der US-Chipkonzern AMD hat am Dienstag nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt, beeindruckende Zahlen könnte man meinen. Der größere Wettbewerber Nvidia lässt sich noch bitten, erst in drei Wochen ist die Vorlage des Quartalsberichts geplant. Doch was passiert an der Nasdaq? Die AMD-Aktie rauschte nachbörslich ab, verliert im europäischen Handel am Mittwoch sogar knapp zweistellig. Die Papiere von Nvidia scheinen hingegen vom Niedergang des Konkurrenten zu profitieren, sie legen zu. Zu erklären ist das kaum.

Nvidia Aktie Chart

AMD-Aktie reagiert auf Prognose zu KI-Chips

Dabei hat AMD laut finanzen.net geliefert: Im 2. Quartal wurde ein Gewinn pro Aktie von 1,66 US-Dollar verbucht, gegenüber lediglich 0,54 US-Dollar im Vorjahresquartal. Im Vorfeld hatten Analysten demnach durchschnittlich ein kräftiges Gewinnwachstum auf 1,62 US-Dollar je Aktie prognostiziert, das nun sogar übertroffen wurde. Der Quartalsumsatz bei Advanced Micro Devices wuchs demnach um rund 50 Prozent auf einen Rekordwert von 11,54 Milliarden US-Dollar, nach 7,69 Milliarden US-Dollar im Vorjahresviertel. Doch warum dann der Kursverlust?

  • AMD rechne wegen der hohen Chipnachfrage im Zuge des KI-Booms weiter mit einem starken Wachstum, das Tempo aber dürfte sich etwas abschwächen
  • „Einige Analysten hatten sich noch optimistischere Aussagen der AMD-Chefin Lisa Su, insbesondere mit Blick auf die KI-Aussichten, erhofft“, so der Bericht

Nvidia bislang stabil, trotz Microsoft-Ankündigung

Woher die Zuversicht bei den Anlegern kommt, dass es Nvidia im zweiten Quartal besser ergangen sein sollte, ist unklar. Auch das Nasdaq-Schwergewicht hängt vor allem an den Entwicklungen der KI-Branche, kaum ein Rechenzentrum kommt ohne Nvidia-Hochleistungschips aus. Ende Juli allerdings hatte Microsoft überraschend bekanntgegeben, die Investitionsausgaben im Bereich Künstlicher Intelligenz zu deckeln. Das sei ungewöhnlich, hieß es von Beobachtern, die meisten Cloud-Giganten haben ihre Prognosen für KI-Ausgaben bis zuletzt kontinuierlich angehoben.

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