Die Nutzung von künstlicher Intelligenz wird für Unternehmen zunehmend teurer. AMD argumentiert in einem aktuellen Beitrag, dass vor allem der stärkere Einsatz von KI-Agenten die Kosten in die Höhe treiben könnte.
Diese Systeme arbeiten nicht nur auf einzelne Anfragen, sondern führen über längere Zeit viele Schritte selbstständig aus. Dadurch steigt auch der Verbrauch von sogenannten Tokens, die bei vielen Cloud-KI-Diensten die Grundlage für die Abrechnung bilden.
AMD-Aktie: KI muss nicht immer aus der Cloud kommen
AMD schlägt deshalb einen Hybrid-Ansatz vor. Ein Teil der KI-Anwendungen soll direkt auf Computern im Unternehmen laufen, während anspruchsvollere Aufgaben weiterhin über die Cloud erledigt werden. Ein Mitarbeiter könnte beispielsweise Texte zusammenfassen, Dokumente analysieren oder erste Entwürfe lokal mit einem KI-Modell bearbeiten. Für komplexere Aufgaben wird anschließend die leistungsfähigere Cloud-KI genutzt.
AMD rechnet vor, dass ein Unternehmen mit 500 eigenen KI-PCs bei einer Aufteilung von 50 Prozent lokaler und 50 Prozent Cloud-Nutzung über drei Jahre 40 bis 60 Prozent der Kosten gegenüber einer reinen Cloud-Lösung einsparen könnte. Diese Zahlen stammen allerdings aus dem AMD-eigenen Kostenrechner und hängen stark von den jeweiligen Annahmen ab. Zumal auch die Anschaffung der KI-PCs in großer Stückzahl viel Kapital erfordert.
AMD-Aktie: KI-PCs – Chipkonzern sieht neue Wachstumschance
Für AMD ist der Ansatz vor allem deshalb interessant, weil dadurch die Nachfrage nach Ryzen-AI-Prozessoren und Radeon-Technik für lokale KI-Anwendungen steigen könnte. Unternehmen würden dann nicht mehr jede KI-Anfrage über externe Rechenzentren schicken, sondern einen Teil der benötigten Rechenleistung selbst bereitstellen.
Es gibt jedoch auch erhebliche Kritik an KI-PCs. So monieren Fachleute nicht nur das reißerische Marketing, sondern betonen auch mögliche Datenschutz- und Sicherheitsrisiken, insbesondere durch umstrittene Überwachungsfeatures wie das dauerhafte Aufzeichnen von Bildschirminhalten.
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