AMD meldet den nächsten KI-Deal: Nach eigenen Angaben übernimmt der US-Konzern das kanadische Unternehmen Taalas, das auf speziell für künstliche Intelligenz entwickelte Chips spezialisiert ist. Mit dem Zukauf will AMD vor allem seine Position im schnell wachsenden Markt für KI-Inferenz stärken.
Dabei geht es darum, dass ein bereits trainiertes KI-Modell im laufenden Betrieb Antworten berechnet – etwa wenn ein Nutzer einen KI-Chatbot verwendet. Solche Anwendungen müssen immer häufiger große Datenmengen in kürzester Zeit verarbeiten und dabei nahezu ohne Verzögerung reagieren.
AMD-Aktie: Spezialisierte Chips sollen KI schneller und effizienter machen
Taalas verfolgt einen besonderen Ansatz: Die Hardware wird möglichst genau auf das jeweilige KI-Modell zugeschnitten. Dadurch sollen unnötige Rechenvorgänge und der Datentransport zwischen Prozessor und Speicher reduziert werden. Das kann die Geschwindigkeit erhöhen und gleichzeitig den Energieverbrauch senken. Frühere Tests der Taalas-Technologie zeigten dabei sehr hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten, allerdings muss sich die Technologie erst im breiten Praxiseinsatz bewähren.
Für AMD ist vor allem die Kombination mit der eigenen Infrastruktur interessant. Das Unternehmen will die Taalas-Technologie in seine künftige Produktplanung integrieren und mit Instinct-GPUs zu kompletten Lösungen für KI-Rechenzentren verbinden. Dazu kommen AMDs EPYC-Prozessoren, die ROCm-Software und die Helios-Systeme. AMD kann Kunden damit unterschiedliche Rechenlösungen anbieten – je nachdem, welche Art von KI-Anwendung sie betreiben.
AMD-Aktie: Angriff auf einen besonders wichtigen KI-Markt
Für Anleger zeigt die Übernahme, dass AMD seine KI-Strategie zunehmend über klassische GPUs hinaus erweitert. Während Training weiterhin enorme Rechenleistung benötigt, wächst mit der Verbreitung von KI-Anwendungen auch der Bedarf an effizienter Inferenz. AMD versucht deshalb, für möglichst viele dieser Anwendungen die passende Hardware bereitzustellen.
Der Zukauf passt zudem zu AMDs jüngsten Bemühungen, sein KI-Portfolio durch spezialisierte Technologien zu erweitern. Der Konzern will sich damit als Anbieter einer möglichst vollständige Infrastruktur für KI-Rechenzentren etablieren.
Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen. Finanzielle Details zum Deal wurde indes nicht veröffentlicht.
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