AMD gerät am Montag im vorbörslichen Handel sichtlich unter Druck. Trotz KI-Boom im Chipsegment gab der Kurs um knappe vier Prozent nach und droht damit, wieder unter die Linie von 500 US-Dollar zu fallen. Nicht ganz unbeteiligt an dieser Entwicklung dürfte der Konkurrent Nvidia sein, welcher bei der Computex den Start seiner Plattform RTX Spark für den Herbst ankündigte.
Damit will Nvidia in Notebooks und Desktop-Computern für Consumer punkten und greift damit einen der Kernmärkte von AMD direkt an. AMD hingegen präsentierte zuletzt lediglich ein Relaunch des Ryzen 7 5800X3D anlässlich des zehnten Jubiläums der AM4-Plattform. Das wirkt im direkten Vergleich dann doch etwas angestaubt.
AMD in Gefahr?
Nvidia geizt bei seinen Neuvorstellungen nicht mit Superlativen und kann sich der Unterstützung von Microsoft sicher sein. Das kratzt etwas an der jahrzehntelangen Vormachtstellung der x86-Architektur im Segment. Panik ist an der Börse zwar noch nicht zu beobachten. Zumindest wird der Vorstoß des grünen Konkurrenten aber ernst genommen.
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Freilich hat auch AMD selbst Plattformen im Programm, welche Nutzern die Verwendung von KI ermöglichen und in sämtlichen weiteren Bereichen des Alltags punkten sollen. Im Gegensatz zu Nvidia kann der Hersteller solche auch heute schon anbieten. Doch liegt auch die Vermutung im Raum, dass Nvidia in Sachen Leistungsfähigkeit, Akkulaufzeit und Co. vorbeiziehen könnte.
Ungelegte Eier
All das ist noch Zukunftsmusik. Abzuwarten bleibt, wie die Nvidia-Chips sich in der Praxis schlagen werden und ob es auch Geräte in Preisregionen geben mag, die für den durchschnittlichen Nutzer noch erreichbar sind. Ganz zu schweigen davon, wie groß eigentlich der Bedarf von normalen Verbrauchern an KI-Agenten und dergleichen sein mag. AMD bleibt stark aufgestellt und profitiert gleichzeitig vom wachsenden Bedarf der KI-Zentren nach CPUs. Zeitweilige Kursrückgänge könnten daher auch Einstiegschancen bieten.
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