AMD verliert heute 4,6% im schwachen Umfeld der Chipbranche. Laut Reuters sorgen sich Anleger, dass die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen eine strengere Prüfung des Ausbaus der KI-Infrastruktur nach sich ziehen könnten. Der Bericht beschreibt damit einen politischen Belastungsfaktor für den gesamten Sektor, in dem auch AMD zu den nachgebenden Aktien zählt.
Der Philadelphia-Halbleiterindex fiel laut Reuters um 3,1%. Die Nachrichtenagentur führt die Schwäche der Chipwerte auf diese Befürchtungen der Investoren zurück.
Lisa Su warnt vor schwächerem PC-Markt
Einen unternehmensspezifischen Belastungsfaktor hatte AMD-Chefin Lisa Su am Dienstag benannt: Höhere Kosten für Speicher und Komponenten belasteten die PC-Nachfrage. AMD erwartet, dass die PC-Auslieferungen im Gesamtmarkt 2027 um einen zweistelligen Prozentsatz sinken.
Die Einschätzung bezieht sich auf die marktweiten Auslieferungen, nicht allein auf das Geschäft von AMD. Als Belastung für die Nachfrage nannte Su sowohl die Speicherpreise als auch die Kosten weiterer Komponenten.
Rechenzentrumsgeschäft wächst deutlich
Bei den gestern veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal 2026 meldete AMD einen Umsatz von 13,4 Milliarden $. Die Erlöse im Rechenzentrumsgeschäft wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 97%.
Die Bruttomarge erreichte nach Unternehmensangaben 54%. AMD erzielte einen operativen Gewinn von 2,8 Milliarden $ und einen Nettogewinn von 2,4 Milliarden $.
Der verwässerte Gewinn je Aktie belief sich auf 1,46 $. Für das vierte Quartal 2026 prognostizierte AMD einen Umsatz von ungefähr 17 Milliarden $.
Für diese Umsatzprognose gab das Unternehmen eine Schwankungsbreite von plus oder minus 3% an. Die bereinigte Bruttomarge soll nach der Prognose ungefähr 55% erreichen.
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