AMD hat am Freitag im Sog eines Halbleiter-Ausverkaufs 6,7% verloren. Laut Reuters verstärkten Sorgen um Amazons KI-Ausgaben die Zweifel an Kosten und Erträgen der KI-Infrastruktur. Die Belastung für die Branche traf AMD wenige Tage vor der Veröffentlichung seiner nächsten Quartalszahlen.
Rechenzentrumsgeschäft stützt Analystenerwartungen
Einen anderen Blick auf die Geschäftsentwicklung lieferte Susquehanna am Mittwoch: Analyst Christopher Rolland erhöhte das AMD-Kursziel von $620 auf $650. Die Einstufung beließ er bei „Positive“. Er begründete die Anhebung mit der Erwartung besserer Ergebnisse und eines besseren Ausblicks, vor allem dank des Rechenzentrumsgeschäfts.
Am Dienstag hatten AMD und Meta ihre Partnerschaft für KI-Infrastruktur ausgeweitet. Nach Angaben von AMD liefen Helios-Systeme auf Rack-Ebene bei Meta bereits. Zudem versorgten EPYC-Prozessoren Metas KI-Agenten Muse mit Rechenleistung. AMD kündigte außerdem an, $1 Milliarde in Metas Aktienangebot zu investieren.
Ebenfalls am Dienstag erweiterten AMD und Oracle ihre Cloud-Zusammenarbeit. Die geplanten Compute-E7-Instanzen von Oracle Cloud Infrastructure sollen EPYC-Prozessoren der sechsten Generation nutzen. AMD-Pensando-DPUs sollen zudem Oracles konvergierte Acceleron-Netzwerkkarten unterstützen. Damit umfasst die angekündigte Zusammenarbeit sowohl Prozessoren für die Rechenleistung als auch Komponenten für die Netzwerkinfrastruktur.
Quartalsbericht am 3. November
AMD veröffentlicht am 3. November nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal 2026. Der Bericht folgt damit auf die beiden angekündigten Erweiterungen der Zusammenarbeit mit Meta und Oracle.
Die bisherige Unternehmensprognose sieht einen Umsatz von rund $13 Milliarden vor, mit einer möglichen Abweichung von $300 Millionen nach oben oder unten. Für die bereinigte Bruttomarge nach Non-GAAP erwartet AMD rund 56%.
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