AMD und Perplexity bringen agentische KI stärker auf den lokalen PC. Perplexitys „Portable Computer“ kann nun auf unterstützten Windows-Rechnern mit AMD Ryzen AI Max laufen. Dazu gehört auch AMDs Ryzen AI Halo Entwicklerplattform. KI-Aufgaben und wiederkehrende Workflows können damit direkt auf der eigenen Hardware ausgeführt werden.
AMD-Aktie: Perplexity-KI läuft lokal auf Ryzen-PCs
Der entscheidende Punkt ist die lokale Verarbeitung. Nutzer können Aufgaben mit „Portable Computer“ direkt auf ihrem Rechner ausführen, ohne für die Inferenz Perplexity-Computer-Credits einzusetzen. Gleichzeitig bleibt laut AMD die Möglichkeit erhalten, bei Bedarf Cloud-basierte Rechenleistung zu nutzen.
AMD sieht darin den nächsten Schritt beim sogenannten Agentic PC. Während klassische KI-PCs vor allem einzelne KI-Funktionen lokal beschleunigen, sollen solche Systeme zunehmend eigenständig arbeitende KI-Agenten ausführen können, die über verschiedene Anwendungen und Arbeitsabläufe hinweg tätig sind. AMD hatte nach eigenen Angaben 2025 erste Systeme vorgestellt, die KI-Agenten lokal ausführen können.
AMD-Aktie: Gemeinsam genutzter Speicher als Vorteil
Technisch sollen die Ryzen-AI-Max-Prozessoren CPU- und GPU-Leistung mit einem großen Pool gemeinsam genutzten Speichers kombinieren. Dadurch können lokale KI-Modelle parallel zu gewöhnlichen PC-Anwendungen betrieben werden. Perplexity liefert mit „Portable Computer“ wiederum Modelle, Agenten-Werkzeuge und Steuerungsmöglichkeiten für diese Hardware.
Jack Huynh, bei AMD verantwortlich für die Computing and Graphics Group, spricht von einer neuen Generation von PCs, bei der persönliche KI den Computer zunehmend von einem klassischen Werkzeug zu einem „intelligenten Partner“ entwickeln soll.
Zur Einordnung: Für AMD ist die Kooperation strategisch interessant, weil sie einen konkreten Anwendungsfall für leistungsfähige KI-PCs liefert. Das Unternehmen konkurriert damit nicht nur über klassische CPU- und GPU-Leistung, sondern versucht, lokale KI-Agenten als Kaufargument für neue PC-Hardware zu etablieren. Perplexitys Unterstützung zeigt, dass dafür zunehmend auch entsprechende Softwareanwendungen entstehen.
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