Starke Quartalszahlen, ein frischer Milliarden-Deal mit OpenAI und trotzdem fallen die Kurse. Bei Advanced Micro Devices (AMD) nehmen Anleger nach einer beispiellosen Rallye massiv Gewinne mit. Die geopolitische Großwetterlage drückt plötzlich auf die Stimmung im gesamten Halbleitersektor.
Am Freitag schloss das Papier bei 365,55 Euro und damit spürbar unter dem erst wenige Tage zuvor markierten Rekordhoch. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein sattes Plus von rund 92 Prozent auf der Kurstafel. Die rasante Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen fordert nun ihren Tribut.
Diese Rallye hat die Bewertung stark nach oben getrieben. AMD wird aktuell mit dem 42-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Konkurrent Nvidia kommt hier lediglich auf einen Faktor von 21. Parallel dazu belasten makroökonomische Faktoren die Branche. Ein Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Peking endete ohne formelles Abkommen. Marktbeobachter befürchten nun strengere US-Exportkontrollen, was die Nachfragesichtbarkeit für KI-Chips eintrübt.
Starkes Kerngeschäft und neue Finanzierungsspielräume
Operativ läuft es für den Konzern hervorragend. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 38 Prozent auf 10,25 Milliarden US-Dollar. Das lukrative Rechenzentrumsgeschäft wuchs sogar um 57 Prozent.
Um dieses Wachstum abzusichern, hat das Management soeben den finanziellen Spielraum erweitert. Das Programm für kurzfristige Unternehmensanleihen stockte AMD auf 5,5 Milliarden Dollar auf. Zeitgleich segneten die Aktionäre auf der Hauptversammlung eine Erweiterung des Aktienoptionsprogramms ab und bestätigten den Vorstand.
Analysten blicken auf das zweite Halbjahr
Die Wall Street bleibt trotz des aktuellen Rücksetzers optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 457,83 US-Dollar. Die Experten von Wedbush sehen vor allem im klassischen CPU-Geschäft eine solide Absicherung, falls der Hochlauf der neuen Grafikprozessoren langsamer erfolgen sollte als vom Management erhofft.
Genau dieser Hochlauf steht im Fokus der kommenden Monate. Für das zweite Halbjahr 2026 ist die erste Ausbaustufe eines Gigawatt-Rechenzentrums für OpenAI geplant, das auf AMD-Beschleunigern basiert. CEO Lisa Su erwartet eine deutlich anziehende Server-Nachfrage, sobald das Unternehmen die Lieferkapazitäten entsprechend skaliert. Gelingt dieser Ausbau wie angekündigt, rückt die aktuell hohe fundamentale Bewertung schnell wieder in den Hintergrund.
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