Der US-Chiphersteller AMD hat kürzlich den Beginn der Serienproduktion seines nächsten Serverprozessors mit dem Codenamen „Venice“ bekannt gegeben. Es handelt sich dabei um den weltweit ersten Hochleistungsrechner-Chip, der auf der neuesten 2-Nanometer-Fertigungstechnologie des taiwanischen Auftragsfertigers TSMC produziert wird.
AMD-Aktie: Kleinste Strukturgröße der Industrie für mehr Leistung bei weniger Strom
Die Produktion läuft zunächst in Taiwan an, soll aber auch an TSMCs neuem Werk in Arizona hochgefahren werden – ein Schritt, der angesichts der US-amerikanischen Bestrebungen zur heimischen Chipfertigung strategische Bedeutung hat. AMD-Chefin Lisa Su betonte, dass Kunden heute Plattformen benötigten, die von der Entwicklung zur Serienreife deutlich schneller gelangten als bisher – und dass die enge Partnerschaft mit TSMC genau das ermögliche.
„Venice“ ist die sechste Generation von AMDs EPYC-Serverprozessoren und richtet sich an Cloud-Anbieter, Unternehmensrechenzentren sowie KI-Infrastruktur. Mit der kleineren Strukturgröße von zwei Nanometern – gegenüber den bisher üblichen drei bis vier Nanometern – steigen Rechenleistung und Energieeffizienz spürbar, während der Platzbedarf im Rechenzentrum sinkt.
AMD-Aktie: Nachfolger „Verano“ bereits in Planung
Noch vor dem Marktstart von „Venice“ hat AMD einen weiteren Nachfolger angekündigt: Der Prozessor mit dem Codenamen „Verano“ soll ebenfalls auf der 2-Nanometer-Technologie basieren und zusätzlich mit einem besonders energieeffizienten Arbeitsspeichertyp ausgestattet werden – ein gezielter Schritt, um den wachsenden Speicherbedarf autonomer KI-Anwendungen zu adressieren.
TSMC-Chef C.C. Wei würdigte die Zusammenarbeit als Beispiel dafür, wie modernste Fertigungstechnologie und führendes Chip-Design gemeinsam die nächste Generation von Hochleistungs- und KI-Rechnern ermöglichen.
Der Schritt markiert für AMD einen wichtigen Meilenstein im Wettbewerb mit Intel und Nvidia um die Vorherrschaft in der KI-Rechenzentrumsinfrastruktur – einem Markt, der nach Branchenschätzungen in den nächsten Jahren auf mehrere hundert Milliarden Dollar anwachsen dürfte.
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