AMD und Meta vertiefen ihre Zusammenarbeit bei KI-Infrastruktur. Der Chipkonzern kündigte an, dass erste Helios-Racks bei Meta bereits laufen. Zusätzlich will AMD eine Milliarde Dollar in eine Kapitalmaßnahme des Partners stecken. Die Aktie legte am Nachmittag in den USA um gut fünf Prozent zu.
Was bei Meta bereits läuft
Meta hat die ersten Rack-Systeme vom Typ Helios installiert und testet sie. Ein breiterer Einsatz soll in naher Zukunft folgen. Die Systeme sollen Metas Spitzenmodelle antreiben und Infrastruktur im Gigawatt-Maßstab ermöglichen.
Daneben sind EPYC-Prozessoren im Einsatz. Sie versorgen die Umgebungen hinter Metas persönlichem KI-Agenten Muse. Meta hat nach AMD-Angaben bereits Millionen EPYC-Chips über mehrere Generationen eingesetzt und gilt als Leitkunde der sechsten Generation. Für die kommende Generation mit dem Namen „Verano“ arbeiten beide Unternehmen ebenfalls zusammen.
Instinct-Beschleuniger laufen schon produktiv, etwa für Training sowie Empfehlungs- und Ranking-Systeme. Meta war zudem früher Definitionskunde der MI450-Architektur und erhält einen eigens auf seine Workloads zugeschnittenen Instinct-Beschleuniger. Die Erfahrungen fließen laut AMD in die MI500-Serie und künftige Rack-Systeme ein.
Software und Kapitalbeteiligung
Auch softwareseitig rücken die Partner enger zusammen. Sie treiben ROCm über PyTorch voran, damit Entwickler AMD-Grafikprozessoren ohne Umwege nutzen können. Für Metas Muse-Modelle liefert AMD sogenannten Day-0-Support, also Kompatibilität ab Veröffentlichung.
Lisa Su sprach von einer Partnerschaft auf neuem Niveau im „Superintelligenz-Zeitalter“. Meta-Chef Mark Zuckerberg nannte AMD einen wichtigen Baustein der Rechenleistung hinter den Spitzenmodellen.
Finanziell fällt die angekündigte Beteiligung ins Auge: AMD will eine Milliarde Dollar in Metas Equity-Offering investieren. Das verzahnt beide Unternehmen auch über die Bilanz. Marktbeobachter dürften darin ein Signal sehen, dass AMD seine Position bei einem der größten Hyperscaler absichern will.
Rückenwind aus der Branche
Der Kurssprung fällt in ein freundliches Branchenumfeld. Der Börsenantrag des KI-Entwicklers Anthropic am Montag zeigte ein schnelles Umsatzwachstum und belebte die Nachfrage nach Werten rund um die Infrastruktur für Basismodelle. Der hohe Mittelverbrauch solcher Firmen bleibt zwar ein Thema, drückte die Stimmung aber nicht.
Meta-Aktien gaben am Nachmittag leicht nach. Die Unterschiede im Kursverlauf zeigen, dass Anleger die Nachricht vor allem als Pluspunkt für den Zulieferer werten.
Im Blick stehen nun die Quartalszahlen großer Technologiekonzerne später in dieser Woche. Sie sollen zeigen, wie gut sich die hohen KI-Investitionen monetarisieren lassen. Für AMD geht es dabei um die Frage, wie schnell aus den Helios-Tests ein breiter Rollout bei Meta wird.
Advanced Micro Devices-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Advanced Micro Devices-Analyse vom 28. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Advanced Micro Devices-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Advanced Micro Devices-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Advanced Micro Devices: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
