Es findet an der Börse aktuell nicht allzu viel Beachtung, doch AMD konnte in den letzten Jahren mit Chips für Spielekonsolen enorme Erfolge feiern. Sowohl PlayStation als auch Xbox setzen seit über einem Jahrzehnt auf Chips von AMD, was dem Konzern verlässliche und ansehnliche Einnahmen einbringt.
Nun drängt auch Steam-Betreiber Valve verstärkt auf den Hardware-Markt. Vor einer Weile bereits enthüllte das Unternehmen unter großem Medienecho die Steam Machine, in der ein SoC mit Zen-4-Kernen von AMD werkelt. Wer auf den nächsten Millionenseller hoffte, dürfte aber etwas ernüchtert sein.
AMD: Ein hoher Preis
Enthüllt wurde zu Wochenbeginn der Preis für den kompakten PC mit an Spiele angepasster Oberfläche. Ab 1.039 Euro geht es hierzulange los, dann allerdings mit nur 512 GB an Sekundärspeicher. Das ist ein hoher Preis angesichts der Tatsache, dass die Leistung noch unterhalb einer sechs Jahre alten und deutlich günstigeren PlayStation 5 liegt.
Das Problem liegt nicht bei AMD, sondern bei Speicherpreisen, die vollkommen aus dem Ruder gelaufen sind. Das hilft aber nicht weiter. Die Reaktionen im Netz sind recht eindeutig und die Verkaufszahlen dürften sich aufgrund des hohen Preises eher in Grenzen halten. Aussichten auf den nächsten Absatzsprung müssen sich Anleger von AMD daher nicht ausrechnen.
Kippt die Stimmung?
Advanced Micro Devices Aktie Chart
Wie eingangs bereits erwähnt, spielt das Ganze an der Börse nur eine untergeordnete Rolle. Chancen im KI-Segment stehen im Vordergrund. Dummerweise sorgten latente Sorgen vor vielleicht zu hohen Bewertungen dort im gestrigen Handel für Gewinnmitnahmen im großen Stil. Die AMD-Aktie folgte dem daraus resultierenden Trend und wertete um 5,8 Prozent auf 519,85 US-Dollar ab. Mit Spannung erwartet werden nun Zahlen von Micron, die heute nach Börsenschluss vorgelegt werden sollen. Für den Moment bleibt der Aufwärtstrend von AMD trotz der gestrigen Rückschläge noch erhalten.
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