Die AMD-Aktie stand zuletzt trotz neuer KI-Projekte unter Druck und gab innerhalb weniger Handelstage eher nach. Zugleich treibt AMD gemeinsam mit Partnern den Ausbau großer KI-Infrastrukturen voran. Die Analysten bleiben überwiegend positiv, doch nach dem starken vorherigen Kursanstieg treffen hohe Wachstumserwartungen inzwischen auf eine anspruchsvolle Bewertung. In diesem Artikel soll geklärt werden, ob es sich lohnt, die AMD-Aktie jetzt zu kaufen.
Um zu klären, ob sich ein Kauf anbietet, werden jetzt verschiedene Kriterien erörtert. Neben den Analystenschätzungen und der Aktionärsstruktur kommt auch die fundamentale sowie charttechnische Situation in den Fokus. Mit dieser Übersicht lässt sich die Gemengelage abschätzen. Doch fangen wir von vorne an, was ist AMD überhaupt?
AMD – weltweit tätiges Halbleiterunternehmen
Advanced Micro Devices, Inc. ist ein international tätiges Halbleiterunternehmen. Das Unternehmen ist in drei Segmenten tätig: Rechenzentrum, Client und Gaming sowie Embedded. Das Unternehmen bietet künstliche Intelligenz (AI) Beschleuniger, Mikroprozessoren und Grafikprozessoren (GPUs) als Standalone-Geräte oder als in beschleunigte Verarbeitungseinheiten, Chipsätze und Rechenzentrum und professionelle GPUs integriert; und eingebettete Prozessoren und semi-custom System-on-Chip (SoC)-Produkte, Mikroprozessor und SoC-Entwicklung Dienstleistungen und Technologie, Datenverarbeitungseinheiten, Field Programmable Gate Arrays (FPGA), System auf Module, AI-Netzwerk-Interface-Karten und adaptive SoC-Produkte.
Es bietet Prozessoren unter den Marken AMD Ryzen, AMD Ryzen AI, AMD Ryzen PRO, AMD Ryzen Threadripper, AMD Ryzen Threadripper PRO, AMD Athlon und AMD PRO A-Series; Grafiken unter den Marken AMD Radeon Graphics und AMD Embedded Radeon Graphics; professionelle Grafiken unter der Marke AMD Radeon Pro Graphics; sowie KI- und Allzweck-Recheninfrastruktur für Hyperscale-Anbieter. Das Unternehmen bietet Grafik für Rechenzentren unter den Marken AMD Instinct Accelerators und Radeon PRO V-Series; Server-Mikroprozessoren unter der Marke AMD EPYC; Low-Power-Lösungen unter den Marken AMD Athlon, AMD Geode, AMD Ryzen, AMD EPYC und AMD R-Series und G-Series; FPGA-Produkte unter den Marken Virtex-6, Virtex-7, Virtex UltraScale+, Kintex-7, Kintex UltraScale, Kintex UltraScale+, Artix-7, Artix UltraScale+, Spartan-6 und Spartan-7; adaptive SOCs unter den Marken Zynq-7000, Zynq UltraScale+ MPSoC, Zynq UltraScale+ RFSoCs, Versal HBM, Versal Premium, Versal Prime, Versal AI Core, Versal AI Edge, Vitis und Vivado; sowie Compute- und Netzwerkbeschleunigungs-Board-Produkte unter den Marken Alveo und Pensando. Das Unternehmen beliefert Erstausrüster und Designhersteller, Anbieter von öffentlichen Cloud-Diensten, Systemintegratoren, Distributoren und Hersteller von Add-in-Boards.
Das Unternehmen wurde 1969 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien.
Wertpapier: AMD-Aktie
Branche: Halbleiter
Webseite: https://www.amd.com
ISIN: US0079031078
Was gibt es Neues?
Welche Bedeutung haben die Aktionäre?
Wenn renommierte Vermögensverwalter wie BlackRock oder The Vanguard Group in eine Aktie investiert sind, spricht vieles dafür, die Anlagemöglichkeit und die entsprechenden Prognosen näher zu analysieren. Immerhin gehören sie zu den bedeutendsten Beteiligungsgesellschaften der Welt. Im Folgenden die wichtigsten Aktionäre und die entscheidende Frage, die AMD-Aktie jetzt kaufen?
| Rang | Vermögensverwaltung | Bemerkung |
|---|---|---|
| 1 | Vanguard Fiduciary Trust | Mit knapp zehn Prozent einer der mit Abstand bedeutendsten institutionellen Anteilseigner. |
| 2 | BlackRock Advisors | Der weltgrößte Vermögensverwalter hält einen gewichtigen Anteil an der AMD-Aktie. |
| 3 | Vanguard Capital Management | Eine weitere große Vanguard-Einheit mit umfangreicher Beteiligung an der AMD-Aktie. |
| 4 | State Street Corporation | Der große US-Vermögensverwalter zählt zu den wichtigsten langfristigen institutionellen Investoren. |
| 5 | Invesco Advisers | Invesco komplettiert mit einer bedeutenden Milliardenposition die Gruppe der größten institutionellen Anleger. |
Stimmen die Gewinne und wie ist die Umsatzentwicklung?
Die AMD-Aktie profitiert fundamental von einer außergewöhnlich dynamischen Umsatzentwicklung. Im zweiten Quartal 2026 erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent auf umgerechnet rund 9,9 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich das Datacenter-Geschäft mit Prozessoren und KI-Beschleunigern. Für Anleger, die die AMD-Aktie jetzt kaufen möchten, bleibt entscheidend, ob diese Wachstumsraten die ambitionierte Prognose für die kommenden Quartale bestätigen können.
Auch auf der Ergebnisseite hat die AMD-Aktie deutlich zugelegt. Der Nettogewinn erreichte im zweiten Quartal umgerechnet knapp 2,0 Milliarden Euro und lag damit erheblich über dem Vorjahreswert. Steigende Datacenter-Umsätze und eine verbesserte Bruttomarge stärkten die Profitabilität. Wer die AMD-Aktie jetzt kaufen möchte, findet somit eine verbesserte Ertragsbasis vor, wobei die Prognose für weiteres Gewinnwachstum hohe Erwartungen bereits voraussetzt.
AMD-Aktie: Prognose und Kursziel 2027
Die Analysten bleiben für die AMD-Aktie mehrheitlich positiv positioniert. Der Konsens von mehr als 50 Analysten lautet derzeit Kaufen, während das durchschnittliche Kursziel umgerechnet bei rund 528 Euro liegt. Damit besteht gegenüber dem jüngsten Börsenkurs rechnerisches Aufwärtspotenzial. Ob Anleger die AMD-Aktie Jetzt kaufen, hängt jedoch davon ab, ob die Prognose eines kräftigen Wachstums bis 2027 tatsächlich erreicht wird.
Für 2027 erwarten Analysten insbesondere durch KI-Beschleuniger, EPYC-Prozessoren und neue Datacenter-Plattformen einen weiteren deutlichen Wachstumsschub. Gleichzeitig bleiben Konkurrenzdruck durch Nvidia und Intel sowie die hohe Bewertung wichtige Risiken. Die Prognose für die AMD-Aktie bis 2027 bleibt deshalb konstruktiv, aber anspruchsvoll. Anleger, die die AMD-Aktie Jetzt kaufen, setzen vor allem auf eine weiterhin überdurchschnittliche Expansion des KI- und Datacenter-Geschäfts.
Der Chartverlauf der AMD-Aktie
Soll ich jetzt kaufen – diese Frage stellen sich Investoren regelmäßig! Antwort darauf, ob man in Advanced Micro Devices investieren sollte, kann nicht zuletzt die technische Analyse geben. Oftmals werden bestimmte Muster erkannt, nachdem sich die Kurse bewegen. Diese Muster können als Prognose zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.
Die wichtigsten Hochpunkte sind wie folgt zu benennen: Allzeithoch bei 496,90 € und 52-Wochenhoch bei 496,90 € . Die entsprechenden Tiefpunkte liegen beim Allzeittief von 1,44 € sowie beim 52-Wochentief von 132,96 € . Aktuell notiert die Advanced Micro Devices-Aktie bei 474,65 € . Aus technischer Sicht deutet die Serie höherer Hochpunkte auf einen intakten Bullenmarkt hin. Das ist hier nicht der Fall, die übergeordnete Trendlage ist ungünstig für Bullen!
Das sind die Konkurrenten
Als erster Konkurrent für AMD kommt Intel in den Fokus. Intel Corporation beschäftigt sich mit der Entwicklung, Herstellung und dem Verkauf von Computerprodukten und -technologien weltweit. Das Unternehmen betreibt durch CCG, DCG, IOTG, Mobileye, NSG, PSG, und Alle anderen Segmente.
Des Weiteren ist Nvidia zu nennen. Die NVIDIA Corporation (Jetzt kaufen?) bietet Grafik-, Rechen- und Netzwerklösungen in den Vereinigten Staaten, Taiwan, China und international an. Das Grafiksegment des Unternehmens bietet GeForce-Grafikprozessoren für Spiele und PCs, den GeForce NOW Game-Streaming-Service und die dazugehörige Infrastruktur sowie Lösungen für Spieleplattformen; Quadro/NVIDIA RTX-Grafikprozessoren für Workstation-Grafiken in Unternehmen; vGPU-Software für Cloud-basiertes visuelles und virtuelles Computing; Automobilplattformen für Infotainment-Systeme und Omniverse-Software für die Erstellung von 3D-Designs und virtuellen Welten.
Zu guter Letzt darf als Konkurrent für AMD noch Infineon gesehen werden. Die Infineon Technologies AG entwirft, entwickelt, produziert und vermarktet weltweit Halbleiter und zugehörige Systemlösungen. Das Segment Automotive bietet Automotive-Mikrocontroller, 3D-ToF-, Magnet- und Drucksensoren, diskrete Leistungshalbleiter, IGBT-Module, industrielle Mikrocontroller, integrierte Schaltungen (ICs) für Leistungs- und Radarsensoren, Transceiver, Siliziumkarbid-Dioden, MOSEFTs und Module sowie Spannungsregler für den Einsatz in Assistenz- und Sicherheitssystemen, Komfortelektronik, Infotainment, Antriebsstrang und Sicherheitsprodukten.
Welche Hinweise gibt die Trendanalyse zur AMD-Aktie Prognose?
- Parabolic SAR Indikator: Befindet sich der Schlusskurs vom Wertpapier über dem Indikator? Dies muss nämlich bewerkstelligt sein, um einen intakten Aufwärtstrend anzuzeigen. Von zusammengefasst 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nicht eine einzige positiv. Das ist mega bärisch, hier drohen weitere Verluste.
- Gleitende Durchschnitte: Welche Trends liegen bei der Advanced Micro Devices-Aktie vor? Um das zu beantworten, verwenden wir die aussagekräftigen gleitenden Durchschnitte. Von im Ganzen 10 gleitenden Durchschnitten ist nur die Hälfte steigend. Das überzeugt nicht besonders. Hier muss definitiv mehr kommen!
- Macd Oszillator: Im Zuge der Analyse wird bei dem oft verwendeten Indikator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert, um eine fundierte Prognose zu ermöglichen.Von in der Summe 10 Macd Analysen sind nur zwei positiv. Aus diesem Grund muss das leider als sehr bärisch bezeichnet werden.
Die Auswertung der Trendanalyse
Richten wir den Fokus auf die Gesamtauswertung der Trendanalyse. So könnten Anleger jetzt reagieren. Von 30 gemessenen Kriterien sind 7 als bullisch anzusehen. Das sind nur 23.33 %. Demzufolge wird der Status hier auf „Bärisch“ gesetzt. Aufgrund dessen ist es smart, mit dem Einstieg in die AMD-Aktie zu warten und noch nicht zu kaufen, bis die Analyse ein positives Ergebnis bringt.
Sollten Sie die AMD-Aktie jetzt kaufen?
Fazit – Aufgrund der vielen angesehenen Kriterien, und damit ist die fundamentale Einschätzung, Umsatz sowie Gewinn, aber auch der Preisverlauf gemeint, kann die Advanced Micro Devices-Aktie an dieser Stelle wie folgt bewertete werden: „Vorsicht“. Bitte schauen Sie nächsten Monat wieder vorbei, denn dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.
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