Vor Kurzem entfernte AMD eine Funktion namens Transparent Secure Memory Encryption (TSME) aus Consumer-Chips der Ryzen-9000-Serie, erwähnte dies aber mit keinem Wort. Aufgefallen war das Ganze erst einem Nutzer, der sein System auf Schwachstellen prüfte und dies bei Reddit dokumentierte. Weggefallen war dabei eine Funktion, bei welcher der Prozessor den Inhalt des Speichers verschlüsselt.
Es folgte eine Welle von Unmut und wie unter anderem „WinFuture“ berichtet, rudert AMD nun wohl zurück. Nachdem die Angelegenheit zunächst überhaupt nicht kommentiert wurde, heißt es nun, dass TSME in einem künftigen Update wieder zurückkommen soll. Die Entfernung wurde mit einem „Versehen“ begründet.
Heimlich, still und leise
Auffällig ist bei dem Ganzen, dass die Funktion bei den (deutlich teureren) Ryzen-Pro-Prozessoren unangetastet blieb. Dort wird das Ganze als „Memory Guard“ vermarktet. Dementsprechend wird im Netz natürlich schon spekuliert, dass AMD die Entfernung bewusst vorgenommen haben könnte, um sicherheitsbewusste Nutzer zu einem Wechsel zu bewegen.
Das ist aber zunächst einmal nur eine Unterstellung und im Zweifel ist bekanntlich für den Angeklagten zu entscheiden. Daher sei AMD an dieser Stelle geglaubt, dass es sich tatsächlich nur um ein Versehen gehandelt hat. Dass der Ruf dezenten Schaden nimmt, das lässt sich aber wohl nicht vermeiden.
AMD: Neuer Fokus
Advanced Micro Devices Aktie Chart
Das Unternehmen kann es verkraften und auch die Anteilseigner nehmen das Ganze maximal beiläufig zur Kenntnis. Ohnehin rückt das Geschäft mit Endverbrauchern bei AMD in den Hintergrund. Die Börsianer hoffen auf enorme Umsatz- und Gewinnsprünge durch den steigenden Bedarf von KI-Rechenzentren. Eben das beförderte die AMD-Aktie seit Jahresbeginn bereits um gut 150 Prozent bis auf 537,37 US-Dollar zu Handelsschluss am Donnerstag in die Höhe. Vorbörslich deuten sich für den Beginn der neuen Woche weitere grüne Vorzeichen an.
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