AMD-Chefin Lisa Su hat auf der London Tech Week ein Investitionspaket von bis zu zwei Milliarden britischen Pfund für das Vereinigte Königreich über die nächsten fünf Jahre angekündigt. Die Mittel sollen in Hochleistungsrechner, wissenschaftliche Forschung und die Ausbildung von Fachkräften fließen.
AMD-Aktie: Supercomputer für Cambridge – von Kernfusion bis Klimaforschung
Zwei konkrete Großprojekte stehen im Mittelpunkt: Gemeinsam mit Dell Technologies stattet AMD die Universität Cambridge mit zwei neuen KI-Supercomputern aus. Der erste, Zenith, wird vom britischen Forschungsministerium finanziert und soll als nationale Plattform für KI-gestützte Wissenschaft dienen – von der Medizinforschung über Klimamodellierung bis hin zur Materialwissenschaft.
Der zweite, Sunrise, wird von der britischen Atomenergieforschungsbehörde UKAEA betrieben und ist gezielt auf die Erforschung der Kernfusionstechnologie ausgerichtet. Beide Systeme basieren auf AMDs Instinct-Grafikprozessoren, EPYC-Serverprozessoren und der quelloffenen Softwareumgebung ROCm.
AMD-Aktie: Photonische Netzwerke und Quantenforschung als nächste Grenze
Darüber hinaus kooperiert AMD mit dem Imperial College London, um rechenintensive Anwendungen in den Bereichen Gesundheit und Klimaforschung auf AMD-Plattformen zu optimieren. Eine weitere Partnerschaft mit dem Unternehmen Oriole Networks zielt auf eine vollständig mit Lichtsignalen betriebene KI-Infrastruktur ab – ein Ansatz, der herkömmliche elektrische Datenleitungen durch photonische Netzwerke ersetzen und damit Rechenkapazität bei deutlich besserem Energieverbrauch bereitstellen soll.
Das Vorhaben wird im Rahmen einer staatlichen Initiative zur Beseitigung von KI-Infrastrukturengpässen gefördert und soll weltweit das erste groß angelegte KI-System auf reiner Photoniknetzwerkbasis entstehen lassen.
Lisa Su betonte, Großbritannien verfüge über die Talente, die Forschungsexzellenz und den Ehrgeiz, die KI-Ära mitzugestalten. Die britische Schatzkanzlerin Rachel Reeves bezeichnete das Investitionspaket als starkes Vertrauenssignal für die britische KI-Strategie.
Die Ankündigung unterstreicht, dass AMD seinen Wachstumskurs im KI-Infrastrukturmarkt zunehmend auch über staatlich flankierte Partnerschaften vorantreibt – eine Strategie, die den Konzern in direkte Konkurrenz zu Nvidias ähnlich ausgerichteten Vereinbarungen mit nationalen Regierungen stellt.
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