Die Märkte reagieren heftig auf die Nachricht. AMD hat sich Meta als Großkunden gesichert, und zwar in einer Dimension, die selbst optimistische Beobachter überrascht. Analyst Matt Bryson von Wedbush beziffert das Volumen des Deals auf über 100 Milliarden Dollar. Das ist nicht irgendeine Kooperation, das ist ein Statement.
Für AMD löst diese Partnerschaft gleich zwei Probleme auf einmal. Zum einen positioniert sich das Unternehmen endlich als glaubwürdige Alternative zu Nvidias Chips. Zum anderen erweitert sich die Kundenbasis um einen der ganz großen Player im Tech-Sektor. Meta ist kein Testballon, Meta ist Schwergewicht.
Die Zweifel sind vom Tisch
Blayne Curtis von Jefferies bringt es auf den Punkt. Die lang erwartete Partnerschaft zwischen AMD und Meta sei ein unbestreitbar positives Signal. Sie stärke das Vertrauen der Investoren in AMDs KI-Roadmap und in das 20-Dollar-EPS-Szenario, das AMD selbst in Aussicht gestellt hat. Bis jetzt herrschte nämlich Skepsis, ob AMD seine MI450-Lösungen rechtzeitig liefern kann.
Vijay Rakesh von Mizuho Securities hebt hervor, dass AMD mit Meta einen weiteren Blue-Chip-Kunden gewinnt. Nach Oracle und OpenAI im letzten Jahr ist das die logische Fortsetzung. Die kommerzielle Glaubwürdigkeit im Bereich KI-Chips steigt damit spürbar. Matt Bryson merkt allerdings an, dass AMD seine Finanzziele nach der Ankündigung nicht angehoben hat. Das deutet darauf hin, dass der Deal bereits in den Erwartungen des Konzerns eingepreist war. AMD festigt damit seine Position, anstatt sie neu zu definieren. Für Anleger bleibt die Frage, ob der Markt das Potenzial bereits vollständig bewertet hat oder ob hier noch Luft nach oben ist.
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