Sorgen um die Finanzierung und mögliche Verzögerungen beim Bau von Rechenzentren belasteten AMD gestern im schwachen KI- und Halbleiterumfeld. Reuters ordnete den Rückgang einer breiten Abkehr von diesen Aktien zu, nicht einer einzelnen Unternehmensmeldung. Die AMD-Aktie verlor 16% und schloss bei 366,50 €.
Rechenzentren stehen im Mittelpunkt
Reuters verwies bei den Sorgen um den Rechenzentrumsbau auch auf die US-Wahlen und lokale Abstimmungen. Die Nachrichtenagentur nannte AMD unter den großen Technologiewerten, die der Ausverkauf erfasste. Damit betrafen die von Reuters beschriebenen Finanzierungs- und Verzögerungsrisiken das Branchenumfeld.
Wie stark das Rechenzentrumsgeschäft für AMD gewachsen ist, verdeutlichen die veröffentlichten Quartalszahlen: Im dritten Quartal 2026 erreichte der Bereich einen Umsatz von 8,5 Milliarden $. Das entsprach nach Unternehmensangaben einem Zuwachs von 97% gegenüber dem Vorjahr.
Wachstum und Prognose als Kontext
AMD meldete für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 13,4 Milliarden $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen die Erlöse um 45%.
Der verwässerte Gewinn je Aktie nach GAAP betrug 1,46 $ und lag damit 95% über dem Vorjahreswert. Auf bereinigter Basis meldete AMD einen verwässerten Gewinn je Aktie von 2,09 $.
Für das vierte Quartal 2026 stellte AMD einen Umsatz von ungefähr 17 Milliarden $ in Aussicht. Die Prognose für die bereinigte Bruttomarge lag bei ungefähr 55%; beide Angaben sind Erwartungen des Unternehmens, keine bereits erzielten Ergebnisse.
Vor rund zwei Wochen kündigten AMD und Meta zudem eine erweiterte strategische Partnerschaft an. Sie soll Metas Infrastruktur für Superintelligenz unterstützen.
Ich nehme die von Reuters beschriebenen Finanzierungs- und Verzögerungsrisiken beim Rechenzentrumsbau für AMD ernst, weil der Bereich im dritten Quartal 2026 schon 8,5 der 13,4 Milliarden $ Umsatz lieferte. Daran messe ich die Prognose von ungefähr 17 Milliarden $ für das vierte Quartal.
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