AMD geriet gestern im Sog des schwachen Intel-Ausblicks unter Druck: Die Aktie verlor 6,7%. Reuters zufolge belasteten Intels schwächer als erwartet ausgefallene Prognose für das Schlussquartal und die Warnung vor anhaltender Schwäche am PC-Markt die Halbleiterwerte. AMD gehörte zu den betroffenen Titeln.
Intel stellte für das vierte Quartal einen Umsatz von 15,0 Milliarden $ bis 16,0 Milliarden $ in Aussicht. Das Unternehmen verwies zugleich auf kurzfristig fortbestehenden Gegenwind für die PC-Branche.
Medienberichten zufolge belasteten außerdem Sorgen über unzureichende Erträge aus KI-Investitionen den Halbleitersektor. Hinzu kamen Befürchtungen, hohe Zinsen könnten den Ausbau von Rechenzentren bremsen. Intels schwächer als erwartet ausgefallene Gewinnprognose verstärkte demnach den Druck auf Chipaktien.
Analysten setzen auf Rechenzentren
Jefferies bestätigte am Donnerstag die Kaufempfehlung für AMD und das Kursziel von 650 $. Das Analysehaus begründete seine Einschätzung mit den Wachstumsaussichten im Rechenzentrumsgeschäft.
Bereits am Mittwoch hatte Susquehanna das Kursziel von 620 $ auf 650 $ angehoben. Die Einstufung „Positive“ behielt das Haus bei.
AMD meldet Technologieeinsatz bei Meta
Aus der Zusammenarbeit mit Meta meldete AMD am Dienstag konkrete Fortschritte: Nach Unternehmensangaben laufen die rackbasierten Helios-Systeme bereits bei dem Partner. AMD-EPYC-Prozessoren treiben zudem Metas KI-Agenten Muse an.
Darüber hinaus kündigte AMD Unterstützung für Meta-Modelle direkt zu deren Start an. Dazu gehören Muse Spark Open und Muse Glimmer. Die Mitteilung betraf damit sowohl den Einsatz von AMD-Systemen bei Meta als auch die technische Unterstützung neuer Modelle.
Den nächsten Termin für Geschäftszahlen hat AMD für den 3. November angesetzt. Dann will das Unternehmen nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal 2026 veröffentlichen.
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