Mehr als 16 Prozent an einem einzigen Tag, das ist kein schlechter Start ins Geschäftsjahr für Ambev-Aktionäre. Der brasilianische Brauereikonzern hat die Erwartungen im ersten Quartal 2026 auf beiden Ebenen geschlagen, und der Markt hat prompt reagiert.
Besser als gedacht
Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie lag bei 0,24 brasilianischen Real, unverändert zum Vorjahr, aber die drei von FactSet befragten Analysten hatten nur 0,22 Real erwartet. Beim Umsatz sieht es ähnlich aus: 22,46 Milliarden Real, minimal unter dem Vorjahreswert von 22,50 Milliarden Real, aber rund 67,5 Millionen US-Dollar über den Schätzungen. Das Nettoergebnis kletterte von 3,69 auf 3,77 Milliarden Real.
Auffällig dabei: Die Volumina waren so gut wie flach, plus 0,1 Prozent. Ambev hat also nicht durch Mengenwachstum gepunktet, sondern durch Preisdisziplin und Portfoliomix. Premiumsegment und alkoholfreie Biere zogen an, das Karneval-Geschäft in Brasilien lief gut.
Ambev S.A. Aktie Chart
162,5 Prozent mehr Cashflow
Die Zahl, die wirklich heraussticht, ist die des operativen Cashflows. Ein Plus von 162,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025. Das ist kein kleines Aufhübschen der Bilanz, das ist ein anderes Bild als noch vor einem Jahr.
Ambev selbst gibt sich entsprechend zuversichtlich. Man sei mit Schwung ins Jahr 2026 gestartet, mit Biervolumenwachstum und geschätzten Marktanteilsgewinnen in mehreren Märkten, so das Unternehmen. Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 und das digitale Ökosystem werden als weitere Wachstumstreiber genannt.
UBS bremst die Euphorie
Doch schon meldet sich UBS zu Wort, und die Botschaft ist eindeutig: Die Bewertung sei zu hoch. Ausgerechnet nach einem Tag, an dem die Aktie um 16 Prozent nach oben schoss. Ob das reicht, um den Kurs wieder zu drücken, oder ob der Markt die Weltmeisterschafts-Fantasie einfach weiterspielt, ist eine andere Frage. Ambev hat geliefert. Die Bewertung ist nun das Problem.
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