Amazon plant offenbar einen drastischen Rückzug aus der Zusammenarbeit mit dem US Postal Service. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, will der E-Commerce-Konzern die Zahl der Pakete, die über die Postbehörde zugestellt werden, bis zum Herbst um mindestens zwei Drittel reduzieren. Der Schritt könnte den Postal Service, für den Amazon lange als größter Kunde galt, Millionen von Dollar an Einnahmen kosten.
Vertrag läuft im Herbst aus
Amazon hat in den vergangenen Monaten bereits begonnen, das Volumen der Sendungen über den Postal Service zurückzufahren. Der aktuelle Vertrag zwischen beiden Unternehmen läuft im Herbst dieses Jahres aus. Die geplante Reduzierung um zwei Drittel würde eine erhebliche Verschiebung in der Logistikstrategie des Konzerns bedeuten.
Der Rückzug dürfte die Abhängigkeit von Amazon verringern und gleichzeitig die eigene Kontrolle über die Zustellung stärken. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen massiv in den Aufbau eigener Liefernetzwerke investiert. Die Frage bleibt allerdings, wie schnell Amazon diese Kapazitäten tatsächlich hochfahren kann.
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Finanzielle Folgen für den Postal Service
Für den US Postal Service könnte der Schritt schmerzhafte finanzielle Konsequenzen haben. Die Behörde, die seit Jahren mit strukturellen Problemen kämpft, hat sich in der Vergangenheit stark auf die Einnahmen aus der Zusammenarbeit mit Amazon gestützt. Ein Wegfall von zwei Dritteln dieses Volumens würde eine empfindliche Lücke reißen.
Weder Amazon noch der Postal Service haben sich bislang zu den Berichten geäußert. Die fehlenden offiziellen Stellungnahmen lassen Raum für Spekulationen über die genauen Hintergründe und den Zeitplan der geplanten Änderungen. Anleger dürften nun beobachten, wie sich die Umstellung auf die operativen Kosten und die Liefergeschwindigkeit bei Amazon auswirkt.
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