Amazon darf durchatmen, zumindest vorerst. Laut einem Reuters-Bericht hat die italienische Wettbewerbsbehörde ihre ursprünglich rekordhohe Kartellstrafe gegen Amazon deutlich gesenkt.
Statt der zuvor verhängten Summe von rund 1,3 Milliarden US‑Dollar muss der Konzern nun „nur“ noch 878,2 Millionen Dollar zahlen. Hintergrund ist ein langjähriges Verfahren, in dem der europäische Staat dem US-Konzern vorwarf, Händler auf dem Marktplatz zu benachteiligen – insbesondere durch die Bevorzugung des hauseigenen Logistikdienstes Fulfillment by Amazon (FBA).
Amazon-Aktie: Warum der Fall in Italien so brisant ist
Ein Bericht von Brussels Morning zeigt, wie stark der Fall europaweit beachtet wird. Die italienische Kartellbehörde AGCM sieht in Amazons Verhalten eine Verzerrung des Wettbewerbs. Der Grund: Händler, die das Angebot FBA nicht nutzen, sollen mutmaßlich schlechter sichtbar sein und geringere Chancen auf das begehrte „Prime“-Label haben.
Die Untersuchung gilt laut dem Bericht als Testfall dafür, ob klassische Kartellrechtsinstrumente ausreichen, um digitale Plattformen zu regulieren.
Die Behörde betont demnach, dass es nicht nur um Geldstrafen gehe, sondern um strukturelle Maßnahmen, die den Markt langfristig fairer machen sollen. Amazon weist die Vorwürfe weiterhin zurück, verweist aber auf bereits umgesetzte Änderungen, die mehr Neutralität im Marktplatz sicherstellen sollen.
Amazon-Aktie: US-Techkonzerne im Visier der EU
Zur Einordnung: Der Fall zeigt, wie intensiv Europa versucht, vor allem große US-Plattformen stärker zu regulieren. Für Amazon bleibt das Risiko hoch. Selbst mit reduzierter Strafe signalisiert der Fall, dass nationale Behörden und EU‑Institutionen künftig härter durchgreifen wollen.
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