Amazon-Aktie: Wieder ein bitterer Dämpfer!

Italiens Datenschutzbehörde untersagt Amazon die Verarbeitung nicht-arbeitsrelevanter Daten von Beschäftigten. Der Konzern prüft die Entscheidung und kündigt mögliche Anpassungen an.

Auf einen Blick:
  • Verbot der Nutzung sensibler Mitarbeiterdaten
  • Betroffen sind rund 1.800 Beschäftigte in Italien
  • Daten zu Krankheiten und Gewerkschaftsaktivitäten gespeichert
  • Amazon prüft Entscheidung und interne Prozesse

Amazon muss in Italien erneut einen Dämpfer hinnehmen. Laut Reuters hat die italienische Datenschutzbehörde der Logistiksparte von Amazon verboten, persönliche Daten von rund 1.800 Beschäftigten weiter zu nutzen.

Amazon-Aktie: Konzern hat offenbar nicht-arbeitsrelevante Daten seiner Mitarbeiter gespeichert

Betroffen ist der Standort Passo Corese nordöstlich von Rom. Die Behörde betonte, dass Amazon dort Daten gesammelt und an Manager weitergegeben habe, die für die Arbeitsbewertung nicht relevant seien – darunter Informationen über Krankheiten von Angehörigen, Gewerkschafts- und Streikaktivitäten sowie familiäre Probleme wie Trennungen. Auch die Auswertung von Videoaufnahmen aus Kameras in der Nähe von Toiletten und Pausenbereichen wurde untersagt.

Laut der Behörde verstößt dies gegen italienisches Arbeits- und Datenschutzrecht, das Arbeitgebern die Verarbeitung sensibler Daten verbietet, wenn sie nicht zwingend für die Tätigkeit erforderlich sind. Die gesammelten Informationen wurden teils bis zu zehn Jahre gespeichert. Die Aufsichtsbehörde kündigte zudem weitere Prüfungen möglicher Verstöße an.

Amazon-Aktie: Techgigant will der Sache nachgehen

Amazon erklärte, man prüfe die Entscheidung „mit größter Aufmerksamkeit“ und betonte, der Schutz von Mitarbeiterdaten habe höchste Priorität. Falls interne Analysen Probleme aufzeigen, wolle das Unternehmen seine Prozesse anpassen.

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