Seit einer Weile schon setzt Amazon bei seinen Services den Rotstift an. Kunden von Prime werden ohne Zusatzabo beispielsweise seit ein paar Jahren mit Werbung beglückt, bei Prime Music gibt es keine freie Wahl mehr (dafür aber einen größeren Katalog) und die Zustellung am nächsten Tag ist bei Prime-Versand längst nicht mehr garantiert. Gleichzeitig wurde der Dienst auch stetig teurer.
Nun setzt Amazon erneut die Schere an. Das betrifft dieses Mal den Cloud-Gaming-Dienst Luna. Wie unter anderem „heise.de“ berichtet, entfällt dort künftig die Möglichkeit, Spiele zu streamen, die auf externen Plattformen gekauft wurden. Ab dem 10. Juni wird es nur noch möglich sein, direkt bei Luna verfügbare Titel zu spielen.
Amazon schrumpft das Angebot zusammen
Die Spiele bleiben den Nutzern im Prinzip erhalten. Wer aber nicht über einen leistungsstarken Rechner verfügt und sich bisher auf Luna verlassen hatte, steht ein wenig im Regen, insbesondere aufgrund der exorbitant gestiegenen Kosten für Gaming-Hardware. Rückerstattungen sind in solchen Fällen nicht vorgesehen.
Defacto schrumpft Amazon sein Angebot mit diesem Schritt schwer zusammen. Zur Verfügung steht Prime Nutzern ein Basis-Angebot mit rund 50 Titeln. Wer für Luna Premium zahlt, bekommt Zugang zu etwa 160 Spielen. Die Möglichkeit, dies mit Abos wie Ubisoft+ zu kombinieren, entfällt in Zukunft vollständig.
Sparzwang bei Amazon?
Amazon Aktie Chart
Amazon sprach nicht darüber, warum dieser Schritt gegangen wird. Zu vermuten steht aber, dass schlicht Kosten und wertvolle Rechenkapazitäten eingespart werden sollen. Letztere werden schließlich auch für KI-Anwendungen dringend benötigt. Da ohnehin nur ein kleiner Anteil an Nutzern Luna überhaupt nutzt (oder davon wüsste), dürften die Reaktionen sich im Rahmen halten und nicht weiter auf den Aktienkurs auswirken.
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