Amazon muss wieder einmal eine juristische Schlappe hinnehmen: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, muss sich der Techgigant in den USA einer Sammelklage stellen, die ihm überhöhte Preise während der Corona-Pandemie vorwirft.
Amazon-Aktie: Kläger werfen Konzern überhöhte Corona-Preise vor
Ein Bundesrichter in Seattle lehnte laut Reuters den Antrag des Unternehmens ab, das Verfahren einzustellen. Die Argumentation Amazons, die Verbraucherschutzgesetze des Bundesstaates Washington seien zu unklar, überzeugte das Gericht nicht. Vielmehr sei es „plausibel“, dass Verbraucher in der Ausnahmesituation keine echte Wahl gehabt hätten und trotz hoher Preise auf Amazon angewiesen gewesen seien.
Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, extreme Preisaufschläge nicht verhindert zu haben – weder bei Drittanbietern noch bei Amazons eigenen Produkten. Laut Klageschrift sollen etwa Schmerztabletten um 233 %, Toilettenpapier um 1.044 %, Backpulver um 1.523 % und bestimmte Gesichtsmasken sogar um 1.800 % teurer geworden sein. Ein Anwalt der Kläger sprach von einem „wichtigen Erfolg für die Verbraucher“.
Amazon-Aktie: Klagezeitraum umfasst fast drei Jahre
Die Sammelklage richtet sich an Kunden, die zwischen Januar 2020 und Oktober 2022 Waren zu mutmaßlich unfairen Preisen gekauft haben. Interne Dokumente sollen laut Klägerseite zeigen, dass Amazon das Problem kannte und Behörden versichert habe, dagegen vorzugehen.
Zur Einordnung: Der Fall zeigt, wie stark Amazons Marktstellung in Krisenzeiten unter Beobachtung steht. Während der Konzern betont, Preismanipulationen zu bekämpfen, bleibt die Frage, ob seine bestehenden Plattformmechanismen in Extremsituationen ausreichen. Für Amazon birgt das Verfahren nicht nur finanzielle Risiken, sondern auch mögliche Reputationsschäden.
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