Amazon-Aktie: Startschuss!

Der erfolgreiche Start der Ariane 64 ist für Amazons Satelliteninternet-Projekt Kuiper von zentraler Bedeutung, um mit SpaceX zu konkurrieren.

Auf einen Blick:
  • Erstflug der stärksten Ariane-Rakete steht bevor
  • Kuiper-Satelliten sollen Konkurrenz zu Starlink werden
  • Start ist entscheidend für Amazons Raumfahrtpläne
  • Bezos und Jassy stark in das Projekt involviert

Am morgigen Donnerstag steht im südamerikanischen Französisch-Guyana der Start der Ariane 64 an. Dabei handelt es sich um die bisher stärkste Rakete der Arianegroup, welche mit vier statt bisher zwei Boostern ausgestattet ist. Damit soll die Rakete in der Lage sein, deutlich größere Gerätschaften ins All zu bringen, was auch direkt auf die Probe gestellt wird.

Medienberichten zufolge sollen an dem Projekt sowohl Amazon-Gründer Jeff Bezos als auch der aktuelle CEO Andy Jassy stark beteiligt sein. Geplant ist demnach, mit Ariane-Raketen in Zukunft zahlreiche Satelliten für das Projekt Kuiper ins All zu bringen, mit dem Starlink von Elon Musks SpaceX Konkurrenz gemacht werden soll.

Ein wichtiger Tag für Amazon

Der Erfolg des morgigen Starts ist daher nicht nur für die europäische Raumfahrt, sondern eben auch für Amazon von Bedeutung. Jeff Bezos wird ein eher schlechtes Verhältnis zu Elon Musk nachgesagt, weshalb nur ungern zu Raketen wie der Falcon 9 gegriffen wird.

Stattdessen soll das eigene Satelliteninternet vor allem mithilfe der Arianegroup realisiert werden. Gelingt der erste Start erfolgreich, so dürften Folgeaufträge nicht lange auf sich warten lassen. Bei einem Fehlschlag allerdings würde wieder ein großes Fragezeichen darüber hängen, ob und wann Amazon seine mehr als 3.200 geplanten Satelliten in die Umlaufbahn befördern kann.

Das ist nicht unwichtig

Amazon Aktie Chart

An der Börse spielt das Thema Kuiper häufig eine eher untergeordnete Rolle, während Cloud und KI klar im Vordergrund stehen. Allerdings könnte ein zuverlässige und schnelle Internetanbindung überall auf dem Planeten auch für solche Sektoren in Zukunft noch zu einem wichtigen Faktor werden. Daher schadet es aus Anlegersicht nicht, beim anstehenden Start der Ariane 64 vielleicht auch etwas genauer hinzusehen.

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