Amazon stellt Logistikmodell in den USA neu auf: Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters plant der E-Commerce-Gigant, die Zahl der über die staatliche US‑Post (USPS) verschickten Pakete um mindestens zwei Drittel zu reduzieren. Reuters beruft sich hierbei auf Insiderangaben.
Amazon-Aktie: Jahrzehntelange Partnerschaft mit USPS auf der Kippe
Die Maßnahme stellt die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen beiden Seiten auf eine harte Probe. Amazon gilt bislang als größter USPS‑Kunde und verschickt rund 1,7 Milliarden Pakete pro Jahr über den staatlichen Dienst. Die drastische Kürzung soll bis September erfolgen, wenn der aktuelle Vertrag ausläuft.
Hintergrund ist ein eskalierter Streit um neue Vertragsbedingungen. Die USPS hatte überraschend ein Auktionsverfahren für den Zugang zu ihrem Zustellnetz gestartet – ein Schritt, der Amazon nach 30 Jahren Zusammenarbeit auf dem falschen Fuß erwischte.
Während USPS‑Chef David Steiner vor dem Kongress warnte, dass der Behörde ohne Reformen innerhalb von zwölf Monaten das Geld ausgehen könnte, wirft Amazon der Post vor, die Verhandlungen „in letzter Minute“ abgebrochen zu haben.
Für Amazon ist der Kurswechsel strategisch: Der Konzern investiert bereits über vier Milliarden Dollar in den Ausbau seines eigenen ländlichen Zustellnetzes. Für die USPS dagegen könnte der Verlust des größten Kunden zu einem finanziellen Schock werden – und den Druck auf eine strukturelle Neuaufstellung weiter erhöhen.
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