Amazon-Aktie: Oh nein, auch das noch!

Warren Buffetts Investmentgesellschaft hat ihre Amazon-Position im vierten Quartal massiv verkleinert. Der Verkauf erfolgte vor einem deutlichen Kursrückgang der Tech-Aktie im Februar.

Auf einen Blick:
  • Berkshire verkleinert Amazon-Anteil um rund 75 Prozent
  • Verkäufe fanden vor starkem Kursrutsch im Februar statt
  • Buffetts Team realisiert Gewinne nach starkem Lauf
  • Umorientierung hin zu Versicherern und Energieunternehmen

2019 war Starinvestor Warren Buffett mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway zum ersten Mal beim US-Techgiganten Amazon eingestiegen. Doch jetzt hat die einflussreiche Investorenlegende offenbar die Reißleine gezogen, wie unter anderem CNBC unter Berufung auf SEC-Meldungen berichtet.

Amazon-Aktie: Buffetts Berkshire verkauft Amazon-Aktien im großen Stil

Demnach hat Berkshire im vierten Quartal seinen Anteil an Amazon massiv verkleinert – um rund 75 %. Damit hält das Konglomerat nur noch etwa 2,3 Millionen Aktien des E‑Commerce‑ und Cloud‑Konzerns.

Der Schritt fällt in eine Phase, in der Buffett seine großen Technologiepositionen insgesamt strafft und Kapital in andere Bereiche umschichtet. Während Apple und Bank of America ebenfalls reduziert wurden, baute Berkshire gleichzeitig neue oder größere Beteiligungen an Unternehmen wie Chubb, Chevron und der New York Times auf.

Amazon-Aktie: Starker Kursrückgang Anfang Februar

Für Amazon bedeutet der Rückzug nicht zwingend ein negatives Urteil über das Geschäftsmodell. Buffett hatte selbst mehrfach betont, dass er die Aktie „zu spät“ entdeckt habe und die ursprüngliche Position eher von seinem Investmentteam aufgebaut wurde. Analysten verweisen darauf, dass Berkshire traditionell Gewinne realisiert, wenn Positionen stark gelaufen sind.

Anfang Februar geriet die Aktie jedoch deutlich unter Druck, nachdem der Konzern massiv höhere Investitionen in die KI-Infrastruktur angekündigt hatte. Anleger dürften also Belastungen für Gewinn und Margen fürchten, während das reelle Ertragspotenzial des KI-Booms immer noch nicht gänzlich klar ist.

Mit den Aktien-Verkäufen bei Amazon in Q4 – also vor dem deutlichen Kursrückgang im Februar – hat Berkshire somit erneut ein starkes Timing bewiesen.

Warren Buffett war indes bereits Ende 2025 als CEO von Berkshire zurückgetreten. Doch der 95-Jährige, der die Investmentgesellschaft ab den 1960er-Jahren sukzessive zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt aufbaute, will weiterhin als Chairman und Großaktionär an Bord bleiben.

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