In den USA wurde die Zollfreiheit für Kleinpakete zwar beendet, was Temu und Konsorten das ursprüngliche Geschäftsmodell mit Direktversand aus China verhagelte. Die chinesischen Anbieter bleiben aber ein ernstzunehmender Konkurrent für Amazon, welche mittlerweile Lager direkt in den USA betreiben. Darauf reagiert Amazon nun mit einem eigenen Angebot.
In Shenzhen und damit in direkter Nähe zu zahllosen Fabriken hat Amazon ein sogenanntes „Smart Warehouse“ aus dem Boden gestampft, wie die „South China Morning Post“ berichtet. Jenes soll Händlern aus China den Vertrieb von Waren in den USA deutlich erleichtern. Amazon kümmert sich um die komplette Lieferkette in Richtung USA und ermöglicht es, Waren vor dem Export länger in China zu belassen.
Schneller und günstiger
Versprochen wird, dass nicht nur die Lagerkosten um bis zu 45 Prozent sinken können. Darüber hinaus beansprucht Amazon auch für sich, Lieferzeiten um mehrere Tage reduzieren zu können. Versucht wird damit vor allem, die eigene Plattform für chinesische Händler attraktiver zu machen als die Portale von Temu und Shein.
Offenbar hat Amazon auch schon Europa und Japan als Zielmärkte ins Visier genommen. In der EU wird derzeit über Einschränkungen bei der Zollfreiheit diskutiert. Ab Juli wird eine Gebühr in Höhe von drei Euro für Pakete aus Drittländern mit einem Warenwert unterhalb von 150 Euro eingeführt.
Amazon will sich nicht abhängen lassen
Amazon Aktie Chart
Amazon unterstreicht mit seinem Vorgehen, die Konkurrenz aus China nicht zu fürchten und seine Marktanteile verteidigen zu wollen. Welche Erfolge dies mit sich bringen mag, bleibt zwar offen. Der grundsätzliche Ansatz ist aus Anlegersicht aber wohl zu begrüßen. Auf den Aktienkurs wirkte sich das Ganze bisher nicht aus. Aufschläge von 0,5 Prozent am Freitag lagen innerhalb der gewöhnlichen Schwankungsbreite.
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