Das gab‘s bisher noch nicht: Zum ersten Mal hat Amazon kürzlich konkrete Zahlen zu seinem KI-Geschäft veröffentlicht, wohl auch um die Zweifel der Investoren zu zerstreuen.
Amazon-Aktie: AWS erlöst inzwischen 15 Mrd. USD pro Jahr mit KI-Diensten
Demnach hat Konzernchef Andy Jassy laut Reuters in einem jährlichen Aktionärsbrief betont, dass die KI-Dienste der Cloud-Sparte AWS pro Jahr mehr als 15 Mrd. USD an Umsätzen erwirtschaften. Das wären etwa 10 % der gesamten AWS-Erlöse.
Gleichzeitig betonte Jassy, dass Amazons für 2026 geplante Investitionen von 200 Mrd. US‑Dollar – größtenteils für KI‑Infrastruktur – nicht spekulativ seien: Für einen erheblichen Teil der Ausgaben gebe es bereits verbindliche Kundenverpflichtungen, die erst 2027/2028 vollständig monetarisiert würden.
Der Konzern hatte diese gigantische Summe Anfang Februar angekündigt, woraufhin der Aktienkurs einkrachte, offenbar weil die Börse das Ganze als Kostenexplosion ohne klaren Gegenwert interpretiert hatte. Nun sehen die Analysten die jüngste Offenlegung als Beleg dafür, dass AWS den KI‑Boom erfolgreich in skalierbare, wachstumsstarke Umsätze übersetzen könnte, so der Reuters-Bericht weiter.
Amazon-Aktie: Geschäft mit KI-Beschleunigern wächst stark
Stark wächst laut Jessy indes auch das Geschäft mit Amazon‑Custom‑Chips wie Graviton, Trainium und Nitro. Dabei handelt es sich um hochspezialisierte Chips für Rechenzentren, die KI-Modelle schneller und günstiger laufen lassen als herkömmliche Hardware. Experten sehen darin eine Möglichkeit, die Branche von den teuren Nvidia-Chips unabhängiger zu machen.
Der jährliche Umsatz dieser KI-Beschleuniger hat sich binnen eines Jahres auf über 20 Mrd. US‑Dollar verdoppelt. Jassy stellte zudem in Aussicht, jene Chips künftig auch an externe Kunden zu verkaufen – ähnlich wie Google, das bereits einen Milliarden‑Deal mit Anthropic abgeschlossen hat.
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