Vollkommen erfolglos geblieben ist die Dokumentation „Melania“ von Amazon nicht. Insbesondere in den Hochburgen der Republikaner in den USA gab es zuweilen volle Kinosäle zu sehen und Einspielergebnisse von sieben Millionen US-Dollar zum Startwochenende sind für eine Doku absolut beachtlich. Hoffnungen darauf, dass mit dem Machwerk ein Gewinn erzielt werden kann, kann sich Amazon aber nicht ernsthaft.
Denn außerhalb der USA entwickelt sich der Film zu einem kolossalen Flop und die Kosten von insgesamt 75 Millionen Dollar inklusive Marketing sprengen alles, was im Genre bisher bekannt war. Ein nicht geringer Teil davon ging Medienberichten zufolge direkt auf das Konto von First Lady Melania Trump.
Ist das schon Bestechung?
Es war abzusehen, dass Amazon die schwindelerregenden Kosten nie und nimmer hereinholen könnte. Daher stellt sich auch die Frage, was die Motivation hinter dem Projekt gewesen sein mag. Kritiker sprechen davon, dass man sich schlicht die Gunst von US-Präsident Donald Trump erkaufen möchte. Auffällig ist, dass das Gebot für die Rechte in Höhe von 40 Millionen Dollar nur kurz nach einem Treffen von Jeff Bezos und Trump erfolgte.
Noch dazu fiel es unverhältnismäßig viel höher aus als die 28 Millionen Dollar, welche im Vorfeld Disney geboten hatte. Amazon selbst beteuert, den Film finanziert zu haben, da die eigene Kundschaft ihn „lieben“ werde. Wie viel Glauben dem beizumessen ist, sei dahingestellt.
Die Amazon-Aktie bleibt unbeeindruckt
Amazon Aktie Chart
Die Angelegenheit hat einen faden Beigeschmack, was an der Börse aber nicht weiter für Aufruhr sorgt. Dort dürfte es manch einer vielleicht sogar begrüßen, wenn der jähzornige US-Präsident Amazon gegenüber wohlgesonnen ist. Beim Kurs gibt weiterhin das Thema KI den Ton an. Melania konnte der Amazon-Aktie nicht zu Kurssprüngen verhelfen, verursachte aber auch keinen merklichen Schaden. Am Dienstag ging es etwas leichter mit 238,62 Dollar aus dem Handel.
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