Amazon-Aktie: Das klingt gar nicht gut!

Kaliforniens Generalstaatsanwalt wirft Amazon Preisabsprachen mit Konkurrenten wie Walmart vor. Der Prozess beginnt 2027, eine einstweilige Verfügung wird bereits im Juli verhandelt.

Auf einen Blick:
  • Neue Unterlagen in Kartellklage belasten Amazon
  • Vorwurf systematischer Preisabsprachen mit Händlern
  • Amazon weist Vorwürfe als politisch motiviert zurück
  • Einstweilige Verfügung wird im Juli verhandelt

Amazon gerät in den USA erneut unter Druck. Laut Reuters hat Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta neue Unterlagen vorgelegt, die das Unternehmen stärker in den Verdacht rücken, hinter den Kulissen Preisabsprachen mit großen Markenherstellern betrieben zu haben.

Amazon-Aktie: Preisabsprachen unter anderem mit Walmart und Home Depot?

Die Dokumente stammen aus einer seit dreieinhalb Jahren laufenden Kartellklage und zeichnen das Bild eines Konzerns, der systematisch darauf hingewirkt haben soll, dass Händler wie Walmart und Home Depot ihre Preise anheben, um Amazon nicht zu unterbieten.

In den von Reuters zitierten Dokumenten werden zahlreiche Beispiele genannt, etwa der Fall khakifarbener Hosen von Levi Strauss, bei denen Walmart nach Amazons „Bedenken“ einen höheren Preis prüfen sollte, oder Düngemittel, deren Preis Home Depot nach Amazons Kritik angehoben haben soll. Auch bei Augentropfen und Hundeleckerlis sollen Preise unmittelbar nach Amazon‑Erhöhungen bei anderen Händlern gestiegen sein.

Amazon-Aktie: Konzern weist Vorwürfe zurück

Amazon weist die Vorwürfe Reuters zufolge entschieden zurück und bezeichnet die Klage als politisch motiviert. Man sei weiterhin „Amerikas günstigster Online‑Händler“ und freue sich auf den Prozess, der am 19. Januar 2027 beginnen soll.

Für Kalifornien steht dagegen fest, dass die mutmaßlichen Praktiken Verbraucher geschädigt und Amazons Marktmacht unrechtmäßig gestärkt haben. Eine einstweilige Verfügung, die das Verhalten sofort stoppen soll, wird laut Reuters bereits im Juli verhandelt.

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