Die Rechenzentren von Amazon fressen Unmengen an Strom und Material. Jetzt sichert sich der Konzern Kupfer aus einer wiedereröffneten Mine in Arizona. Die wurde erst im letzten Jahr zur ersten neuen US-Kupferquelle seit über einem Jahrzehnt. Amazon braucht das Metall dringend für seine Elektroinfrastruktur.
Doch Amazon steht nicht alleine da. Die gesamte Tech-Branche dreht durch. Barclays-Analysten rechnen für 2026 mit US-Unternehmensanleihen im Gesamtwert von 2,46 Billionen Dollar. Das wären satte 11,8 Prozent mehr als 2025. Die Nettoemissionen sollen sogar um 30,2 Prozent auf 945 Milliarden Dollar hochschießen.
Der Haupttreiber ist glasklar. KI-Hyperscaler brauchen Geld, und zwar massiv. Amazon, Alphabet, Meta, Microsoft und Oracle haben 2025 bereits 121 Milliarden Dollar an Anleihen ausgegeben. Zwischen 2020 und 2024 waren es durchschnittlich nur 28 Milliarden pro Jahr.
Die Tech-Giganten werden zu Schulden-Königen
BofA-Analysten gehen davon aus, dass die Big Five in den nächsten drei Jahren jeweils rund 140 Milliarden Dollar aufnehmen werden. Das könnte sogar auf über 300 Milliarden jährlich steigen. Damit würden die KI-Konzerne mit den sechs größten Banken gleichziehen, die durchschnittlich 157 Milliarden Dollar pro Jahr emittieren.
Die Zahlen sind beeindruckend. Meta legte im Oktober 2025 mit 30 Milliarden Dollar die größte Einzelanleihe ohne Übernahme-Hintergrund aller Zeiten auf. Oracle folgte im September mit 18 Milliarden, Alphabet im November mit 17,5 Milliarden und Amazon mit 15 Milliarden Dollar.
Die Kehrseite zeigt sich an den Märkten. Die Kreditspannen weiten sich aus. Investoren greifen verstärkt zu Credit Default Swaps, um sich gegen KI-Risiken abzusichern. Bei Oracle haben sich die Kosten für fünfjährige CDS seit dem September-Deal mehr als verdreifacht. Am Mittwoch verklagten Anleihegläubiger Oracle sogar, weil der Konzern angeblich verschwiegen hat, wie viele zusätzliche Schulden für den KI-Ausbau nötig sind. Der Hunger nach KI-Infrastruktur wird teuer, und die Anleger werden nervös.
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