Amazon gerät erneut ins Visier der Behörden: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde ACCC den Techkonzern vor dem Bundesgericht in Victoria verklagt.
Der Vorwurf: Amazon habe unfaire Vertragsklauseln genutzt, um Werbung auf Prime Video einzuführen, ohne betroffenen Kunden eine Rückerstattung anzubieten. Betroffen sind mehr als eine Million Jahresabonnenten zwischen November 2023 und August 2025.
Amazon-Aktie: Werbung trotz vorab bezahltem werbefreien Abo
Jahresabonnenten hatten umgerechnet rund 54 US-Dollar im Voraus für ein komplettes Jahr werbefreies Streaming bezahlt. Im Juli 2024 führte Amazon dennoch Werbung in Prime Video ein.
Wer weiterhin ohne Unterbrechungen schauen wollte, musste monatlich zusätzlich 2,99 australische Dollar zahlen. ACCC-Vorsitzende Gina Cass-Gottlieb erklärte, betroffene Kunden hätten keine andere Wahl gehabt, als mehr zu bezahlen, um den Service zu erhalten, für den sie sich ursprünglich angemeldet hatten.
Amazon-Aktie: Auch US-Mutterkonzern direkt ins Visier genommen
Die Klage beschränkt sich nicht auf die australische Tochtergesellschaft: Die ACCC wirft auch Amazon.com Services LLC, der US-Muttergesellschaft, vor, an der Ausarbeitung der australischen Vertragsklauseln beteiligt gewesen zu sein. Bei einem Verstoß gegen australisches Verbraucherrecht drohen Strafen in zweistelliger Millionenhöhe. Ein Amazon-Sprecher erklärte, man prüfe den Fall im Detail und habe während der Untersuchung mit der ACCC kooperiert.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 30. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
