Amazon macht Ernst mit dem KI-Geschäft und will jetzt offenbar die Verlage ins Boot holen. Laut einem Bericht von The Information arbeitet der Konzern an einem Marktplatz, auf dem Publisher ihre Inhalte an Unternehmen verkaufen können, die KI-Produkte anbieten. Amazon Web Services hat dazu bereits Präsentationsfolien im Vorfeld einer Konferenz am Dienstag verteilt.
In den Unterlagen, die Führungskräften aus der Verlagsbranche gezeigt wurden, bewirbt AWS den geplanten Content-Marktplatz zusammen mit seinen Kern-KI-Tools wie Bedrock und Quick Suite. Amazon selbst hält sich bedeckt. Ein Sprecher erklärte gegenüber Reuters lediglich, man habe „nichts Konkretes“ zu dem Bericht mitzuteilen.
Die Zurückhaltung ist verständlich. Schließlich bewegt sich Amazon hier auf einem Feld, das bereits von Microsoft besetzt wird. Der Konkurrent hat kürzlich seinen Publisher Content Marketplace vorgestellt, über den Verlage Premium-Inhalte für KI-Produkte lizenzieren können.
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Microsoft ist schon einen Schritt voraus
Microsoft gibt den Verlagen dabei die Kontrolle über Lizenz- und Nutzungsbedingungen, während KI-Entwickler gezielt Inhalte für bestimmte Anwendungsfälle lizenzieren können. Dazu kommt ein nutzungsbasiertes Reporting-System. Amazon muss also nachziehen, wenn es in diesem lukrativen Segment nicht ins Hintertreffen geraten will.
Für Investoren ist das Thema durchaus spannend. Der KI-Boom treibt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Trainingsdaten massiv an. Wer hier die Infrastruktur stellt und Verlage sowie KI-Anbieter zusammenbringt, verdient mit. Amazon hat mit AWS die Reichweite und die technische Basis dafür. Jetzt kommt es darauf an, ob der Konzern das Projekt zügig umsetzt und die Verlage überzeugen kann. Die Konkurrenz schläft nicht.
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