Amazon-Aktie: Gelingt 2026 der endgültige Durchbruch?

Nach schwachem Vorjahr bietet Amazon mit KI-Chips, wachsendem Werbegeschäft und attraktiver Bewertung Aufwärtspotenzial. Der nächste Quartalsbericht im Februar wird als entscheidend angesehen.

Auf einen Blick:
  • Potenzial durch vergleichsweise niedrige Bewertung
  • Eigene KI-Chips sollen Abhängigkeit von Nvidia verringern
  • Wachsendes Werbegeschäft steigert die Profitabilität
  • Kurs überwindet wichtige 100-Tage-Linie

Im Vergleich zu Nvidia oder Microsoft entwickelte sich die Aktie von Amazon im vergangenen Jahr eher schwach. Genau das wird an den Märkten aktuell aber auch als potenzielle Chance angesehen. Denn durch die vielleicht etwas niedrige Bewertung ergibt sich im besten Fall ein umso höhere Aufwärtspotenzial.

Erwartungen an eine neuerliche Kursrallye stützen sich freilich längst nicht nur auf diesen Faktor. Hoffnungen machen die Börsianer sich auch darauf, dass Amazon mit eigenen KI-Chips die Abhängigkeit von Nvidia verringert und neue Kunden anlocken kann. Schließlich ist bereits eine massive Cloud-Infrastruktur vorhanden.

Mehr Werbung, höhere Margen

Unterstützt wird dies dann auch noch durch Aussichten auf höhere Margen im E-Commerce dank der Sparprogramme der letzten Jahre und einem rapide wachsenden Werbegeschäft. Insbesondere die Einführung von Werbung bei Prime Video verschaffte Amazon noch einmal einen ordentlichen Schub. Mittlerweile handelt es sich direkt nach dem Cloud-Segment um die profitabelste Sparte im Konzern.

In dieser Woche gelang den Bullen bereits ein kleiner Durchbruch. Die Amazon-Aktie konnte sich über die 100-Tage-Linie hieven, welche derzeit bei etwa 233 US-Dollar verläuft. Zum Wochenende landete der Kurs bei 239,16 Dollar. Die härtesten Widerstände auf dem Weg zum Allzeit-Hoch bei 258,60 Dollar scheinen damit aus dem Weg geräumt zu sein.

Amazon: Die Stunde der Wahrheit

Amazon Aktie Chart

Bis hierher scheint die Amazon-Aktie zu den interessantesten Aktien im Jahr 2026 zu zählen. Zeigen wird sich aber noch müssen, ob die Vorschusslorbeeren auch ihre Berechtigung haben. Die Anleger werden sehr genau die nächsten Zahlenvorlage verfolgen, die Anfang Februar ansteht. Kann Amazon glaubhaft freundliche Aussichten vorzeigen, könnte es auch mit dem nächsten Kurssprung klappen.

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