Amazon experimentiert schon seit einer Weile mit höheren Schwellen beim Mindestbestellwert, ab denen Nutzer ohne Prime-Abo kostenlosen Versand erhalten. Berichtet wurde in den letzten Wochen darüber, dass dies zum Teil erst ab einem Bestellwert von 59 Euro angeboten wurde. Offiziell galten aber noch 39 Euro als die magische Grenze.
Aus den Erkenntnissen der Test-Phase scheint Amazon nun die Konsequenzen zu ziehen. Auf der eigenen Webseite aktualisierte Amazon kürzlich seine Bedingungen und nennt nun 49 Euro als Schwellenwert, ab dem auch ohne Prime-Abo die Versandkosten entfallen. Gegenüber dem Portal „golem.de“ bestätigte das Unternehmen, dass es sich dabei über eine dauerhafte Anpassung für alle Nutzer handelt.
Amazon rechtfertigt sich mit steigenden Kosten
Den Schritt begründet Amazon mit einem allgemeinen Anstieg von Lieferkosten. Die höhere Schwelle für den kostenfreien Versand soll sicherstellen, dass Kunden weiterhin eine „schnelle und qualitativ hochwertige Lieferung“ erhalten. Erfolgt ist die Erhöhung offenbar bereits zu Beginn des Monats.
Vermuten lässt sich, dass Amazon mit solchen Schritten auch die Attraktivität seines Prime-Abos zu erhöhen versucht. Allerdings wurden Nutzer über die Änderung in keiner Weise informiert, obschon die dafür notwendigen Kontaktdaten freilich vorhanden wären. Man dürfte sich aber wohl auch darüber bewusst sein, dass derartige Schritte nicht unbedingt populär sind.
Schritt für Schritt
Amazon Aktie Chart
Preiserhöhungen, wegfallende Features und nun auch eine höhere Schwelle für kostenfreien Versand zeigen klar, in welche Richtung es bei Amazon geht. Das dürfte vielen Nutzern nicht gefallen, stört die Anleger aber weniger. Letztere würden sich darüber freuen, wenn beim Online-Handel wieder mehr vom Umsatz als Gewinn hängenbleibt. Allerdings geht Amazon auch ein wenig das Risiko ein, vielleicht doch den einen oder anderen Kunden zu verlieren.
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