Die Amazon-Aktie hat Anleger kalt erwischt, obwohl die Quartalszahlen gut waren. Das erste Mal hat Amazon über 200 Mrd. Dollar in einem Quartal verdient. Dennoch ging die Aktie nach unten. Innerhalb einer Woche verlor sie fast 12 Prozent und liegt derzeit bei über 210 Dollar.
Der Grund liegt nicht im Tagesgeschäft, sondern im Blick nach vorn. Der Konzern will seine Investitionen massiv hochfahren. Für 2026 stehen plötzlich rund 200 Mrd. Dollar an Kapitalausgaben im Raum. Das sorgt für Nervosität. Viele Investoren fürchten, dass der freie Cashflow unter die Räder kommt.
Amazon Aktie Chart
Kurzfristig wirkt das wie ein Warnsignal
Die Börse reagiert allergisch auf steigende Kosten, vor allem wenn die Umsatzprognose für das kommende Quartal eher mau ausfällt.
Genau hier liegt der Knackpunkt. Amazon investiert auf Teufel komm raus. Vor allem in Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur und KI. Das kostet jetzt viel Geld und drückt die Stimmung.
An der Wall Street bleibt die große Panik jedoch aus. Zahlreiche Top-Banken senken zwar ihre Kursziele, halten aber an positiven Bewertungen fest. Viele Analysten sehen den Kursrutsch als Überreaktion. Sie verweisen auf die starke Nachfrage bei AWS, das weiter als Wachstumsmotor gilt. Auch das Kerngeschäft im Onlinehandel soll von höheren Volumina profitieren.
Der Tenor ist klar
Amazon opfert kurzfristig Gewinne, um langfristig die Marktführerschaft zu sichern. Wer nur auf die nächsten Quartale schaut, sieht Risiken. Wer weiter denkt, erkennt Chancen. Mehrere Banken halten Kurse deutlich über dem aktuellen Niveau für möglich. Teilweise sprechen sie von 20 bis 30 Prozent Potenzial.
Für Anleger heißt das
Ruhe bewahren und genau hinschauen. Der Absturz kam nicht wegen schwacher Zahlen, sondern wegen großer Pläne. Amazon setzt alles auf Zukunftstechnologien. Das erhöht den Druck, kann sich aber auszahlen. Die Aktie bleibt ein Spiel für starke Nerven – und für Investoren mit langem Atem.
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