Amazon Aktie: Cloud glänzt, Ausblick enttäuscht

Symbolbild, KI-generiert

AWS steigerte den Umsatz um 39 Prozent, während Amazon die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn je Aktie verfehlte.

Auf einen Blick:
  • Konzernumsatz kletterte auf 201,9 Milliarden Dollar
  • AWS-Erlöse legten um 39 Prozent zu
  • Weihnachtsquartal-Prognose bleibt hinter Markterwartung
  • 2026 sind 220 Milliarden Dollar Investitionen vorgesehen

Starkes AWS-Wachstum, aber schwächere Prognose: Amazon hat im dritten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn je Aktie die Erwartungen verfehlt. Nachbörslich gab die Aktie um mehr als sechs Prozent nach. Das Ergebnis fällt in eine Phase, in der Anleger die Milliardenausgaben für KI-Infrastruktur besonders kritisch prüfen.

Zahlen knapp unter den Erwartungen

Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf 201,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit rund 202,1 bis 202,3 Milliarden gerechnet. Das Ergebnis je Aktie sank auf 1,89 Dollar nach 1,95 Dollar im Vorjahr, erwartet worden waren etwa 1,96 Dollar.

Die Cloud-Sparte AWS lieferte dagegen ab. Ihr Umsatz wuchs um 39 Prozent auf 46 Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognosen. Im zweiten Quartal hatte das Plus noch bei 37 Prozent gelegen.

Konzernchef Andy Jassy zeigte sich zuversichtlich. Für 2027 und 2028 rechnet er bei AWS mit jeweils mehr als 40 Prozent Umsatzwachstum. Zudem sieht er Amazon im Einzelhandel weiter Marktanteile gewinnen.

Schwacher Ausblick belastet

Den Kursrückgang dürfte vor allem die Prognose für das Weihnachtsquartal erklären. Amazon erwartet einen Umsatz von 240 bis 247 Milliarden Dollar. Der Markt hatte im Schnitt gut 244 Milliarden Dollar auf dem Zettel, die Spanne reicht also zur Hälfte unter diesen Wert.

Marktbeobachter sehen darin ein Signal für verhaltene Konsumlaune. Steigende Lebenshaltungskosten und höhere Benzinpreise belasten die Haushaltsbudgets. Branchenprognosen rechnen allerdings weiter mit einem Plus der US-Feiertagsumsätze von 4,2 Prozent.

Die Aktie stand schon vor den Zahlen unter Druck. Sie hatte zuletzt den tiefsten Stand seit Ende Juli erreicht und schloss rund 3,7 Prozent im Minus bei etwa 245 Dollar. Nachbörslich rutschte sie zeitweise auf knapp 230 Dollar.

KI-Ausgaben bleiben der Streitpunkt

Im Zentrum der Debatte steht der Investitionsplan. Für 2026 sind rund 220 Milliarden Dollar vorgesehen, für 2027 erwarten Analysten mehr als 280 Milliarden. Der freie Cashflow der vergangenen zwölf Monate war zuletzt bereits negativ.

Rückenwind liefert die Nachfrage: Jassy bezeichnete die Cloud-Kapazitäten für das kommende Jahr als weitgehend ausverkauft. Gegenwind kommt lokal. In mehreren US-Gemeinden stehen Abstimmungen über Beschränkungen für Rechenzentren an, darunter nahe Columbus in Ohio, wo Amazon ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von 2 Milliarden Dollar plant.

Charttechnisch kommt nun die 200-Tage-Linie bei rund 243 Dollar ins Spiel. Sie fungiert als letzte wichtige Unterstützung. Fällt sie, rückt das Niveau um 240 Dollar in den Blick. Die Resonanz am Freitag im regulären Handel zeigt, ob die Anleger den starken AWS-Zahlen oder dem vorsichtigen Ausblick mehr Gewicht geben.

Stand heute, 29. Oktober: Amazon – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Amazon investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Amazon: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)